Vertragliche Regelung gescheitert

DEW kappt Vertragsbeziehungen zur DSA

Nachdem die Deutsche Strom AG eine von der Dortmunder Energie- und Wasserversorgungs GmbH zum 4. April gesetzte Frist verstreichen ließ, hat die DEW am Freitag vergangener Woche das Vertragsverhältnis aufgekündigt. Etwa 300 DSA-Kunden im Netzgebiet der DEW werden nun pflichtversorgt.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Wie bereits vor gut 14 Tagen berichtet, werden Kunden der Deutschen Strom AG (DSA) im Netzgebiet der Dortmunder Energie- und Wasserversorgungs GmbH (DEW) derzeit pflichtversorgt. Grund: Die DSA zahlt die Netznutzung nicht, weil die Netznutzungspreise ihrer Meinung nach überhöht sind. Ende vergangener Woche - genauer gesagt am 19. April - hat die DEW nun endgültig die Vertragsbeziehungen zur DSA gekappt.

Angaben des Dortmunder Energieversorgers zufolge hat die Deutsche Strom AG zuvor eine von der DEW gesetzte Frist verstreichen lassen - zum 4. April hätte die DSA ihren Verpflichtungen "in vollem Umfang" nachkommen sollen, was offensichtlich nicht geschehen ist. Bereits im vergangenen Jahr gab es Probleme bei der Vertragsabwicklung, was seinerzeit ebenfalls zur Vertragskündigung führte. Nun ist zum zweiten Mal eine vertragliche Regelung gescheitert.

Die etwa 300 betroffenen DSA-Kunden müssen jedoch keine Versorgungslücken fürchten, wie die DEW klarstellt - seit dem 19. April sind die Dortmunder wieder als Pflichtversorger für die Stromlieferung eingetreten. Die Betroffenen würden dieser Tage via Schreiben oder durch einen DEW-Kundenberater informiert, "wie es weitergeht".

Die DEW bietet betroffenen Haushaltskunden nun eine Einstufung in einen frei wählbaren evivo-Tarif an. Kunden, die dies nutzen möchten, sollten sich auf die schriftliche Mitteilung hin mit der DEW in Verbindung setzen, heißt es seitens der Dortmunder Energie- und Wasserversorgungs GmbH.

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