Beitrag zur Senkung der Energiepreise

Deutschland will Position bei Nanoforschung stärken

Mit dem Ausbau der Nanoforschung sollen die Bereiche Gesundheit, Informationstechnologien, Umwelt- und Energietechnologie revolutioniert werden. Aus diesem Grund fordern Koaltionsfraktion und FDP in verschiedenen Anträgen die weitere Förderung der Forschung.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Die Zukunft der deutschen Forschung im Bereich der Nanotechnologie steht im Mittelpunkt eines gemeinsamen Antrages der Koalitionsfraktionen (Bundestagsdrucksache 15/3051) und einer Initiative der FDP (Bundestagsdrucksache 15/3074). Darin sprechen sich die Fraktionen dafür aus, die Förderung dieser Schlüsseltechnologie in Deutschland voranzutreiben. Der forschungs- und energiepolitische Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen, Hans-Josef Fell, erläuterte: "Die Nanotechnologie kann über neue Forschungsergebnisse und Produktentwicklungen zur Erschließung neuer preiswerter Energiequellen beitragen, so zum Beispiel nanobiotechnologische Verfahren zur Produktion von Biokraftstoffen oder neuartige Membrane in der Brennstoffzellentechnologie.

SPD und Bündnis 90/Die Grünen begrüßen in ihrem Antrag das Rahmenkonzept des Bildungsministeriums "Nanotechnologie erobert Märkte" und fordern gleichzeitig die Regierung auf, die Nanoforschung verstärkt zu unterstützen. Es sollen Fördermittel für industriegeführte, vorwettbewerbliche Innovationsprojekte der Nanoforschung zur Verfügung gestellt werden. Entsprechende Projekte sollten die gesamte Wertschöpfungskette einbeziehen sowie ein inter- und multidisziplinäres Vorgehen und eine enge Zusammenarbeit von Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen beinhalten.

Ein besonderes Augenmerk solle dabei einer stärkeren Vernetzung der gesamten Kette von Grundlagenforschung bis zur Produktentwicklung gelten, so die Abgeordneten. Des Weiteren erwarten die Parlamentarier von der Regierung, dass sie die vorhandenen wissenschaftlichen Ressourcen bündelt, um Grundlagenerkenntnissen zu schneller und besser zu verwerten.

Aus der Sicht der Liberalen braucht Deutschland eine ressortübergreifende, konsistente Nanotechnologie-Strategie, die konkrete Förderschwerpunkte definiert und eine verlässliche Finanzausstattung der Programme des Bundes vorsieht. Es sei die Aufgabe der Regierung, eine solche Strategie vorzulegen. Darüber hinaus solle die Regierung die Grundlagenforschung in der Nanotechnologie stärken, die anwendungsorientierte Forschung in enger Kooperation mit Unternehmen fortentwickeln, die Nano-Kompetenz-Netzwerke finanziell stärken und ihnen mehr Freiheit zur Selbstorganisation geben.

Fell: "Wir wollen die Entwicklung der Nanotechnologie in ganzer Breite fördern. Wir sehen große Chancen in den Bereichen Gesundheit, Informationstechnologien, Umwelt- und Energietechnologie. Mit der Nanotechnologie, die viele dieser und anderer Bereiche revolutionieren kann, können die Wertschöpfungsketten ganzer Industriesparten verbessert werden. Dies gilt auch für neue Energiespartechnologien und technologische Verbesserungen bei den erneuerbaren Energien.

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