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Deutschland unterstützt Kiew weiter bei Tschernobyl-Folgen

Deutschland will die Ukraine weiter bei der Finanzierung der Folgen des Super-Gaus in Tschernobyl unterstützen. Noch immer wurde die neue Schutzhülle, die vor der radioaktiven Strahlung der dort lagernden Abfälle schützen soll, fertiggestellt.

Atomkraft© bluedesign / Fotolia.com

Berlin - 30 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) der Ukraine weitere Hilfe bei der Bewältigung der Folgen zugesagt. Deutschland beteilige sich finanziell am Bau der neuen Schutzhülle für den zerborstenen Reaktor und helfe zudem bei der Finanzierung eines Zwischenlagers für die abgebrannten Brennelemente und einer Entsorgungsanlage. "Wir haben bereits rund 120 Millionen Euro gegeben und werden in den nächsten Jahren noch einmal 19 Millionen Euro zusätzlich in die Projekte stecken", sagte Hendricks der "Nordwest-Zeitung" (Freitag). Insgesamt beteiligten sich 45 Länder an der Hilfe.

Hendricks: Atomkraft ist eine Sachgassen-Technologie

"Wenn es gelingt, das Reaktorgebäude mit einer neuen Schutzhülle von der Umgebung abzuschirmen, sollte von dem Reaktor keine unmittelbare Gefahr ausgehen", sagte die Ministerin. Die Nutzung der Atomenergie sei ein Irrweg gewesen. "Atomkraft ist eine Sackgassen-Technologie mit einem teuren Ende." Das zeigten auch die Debatten um die Finanzierung des Atomausstiegs. Die Aufklärung der vorgetäuschten Kontrollen im deutschen Atomkraftwerk Philippsburg ließen zudem Zweifel aufkommen, ob es um die Sicherheit der deutschen Atomkraftwerke zum Besten bestellt sei.

Quelle: DPA

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