Deutschland und Frankreich nehmen Atommüll-Transporte wieder auf

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com
Bundeskanzler Gerhard Schröder und Premierminister Lionel Jospin haben sich gestern in Straßburg auf eine Wiederaufnahme der Transporte von nuklearen Abfällen in beide Länder verständigt. Ein erster Transport zur Rücknahme von Abfällen deutscher Kernkraftwerke aus der Wiederaufarbeitung findet Ende März/Anfang April statt. Damit können auch die Transporte abgebrannter Brennelemente aus deutschen Kernkraftwerken nach Frankreich wiederaufgenommen werden. Ein weiterer Transport von Abfällen aus der Wiederaufarbeitung soll noch dieses Jahr stattfinden. Auch in den Folgejahren sollen Transporte in vereinbartem Umfang stattfinden.


Eine hochrangige Arbeitsgruppe auf Beamtenebene, der im Bedarfsfall auch Vertreter der betroffenen Unternehmen angehören, wird alle im Zusammenhang mit künftigen Transporten zu klärenden Fragen regelmäßig erörtern, die Planung beider Seiten abstimmen und konkrete Absprachen über Termine und die Durchführung der Transporte in beide Richtungen treffen. Die französische Cogema hat sich im Übrigen bereit erklärt, zwei zusätzliche Transportbehälter zur Verfügung zu stellen, um den reibungslosen Betrieb der deutschen Kernkraftwerke sicherzustellen.


Der Bundeskanzler und der Premierminister folgten damit der Empfehlung der von ihnen im November 2000 eingesetzten Arbeitsgruppe unter Leitung des Chefs des Bundeskanzleramtes, Dr. Frank- Walter Steinmeier, sowie des Staatssekretärs für Industrie Christian Pierret. Diese hatte den Regierungschefs vor dem Straßburger Gipfel ihren Abschlußbericht vorgelegt.

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