Vereinbarung

Deutschland und Algerien wollen bei "Desertec" eng zusammenarbeiten

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Algeriens Präsident Abdelaziz Bouteflika haben eine enge Zusammenarbeit beim Wüstenstromprojekt Desertec angekündigt. Algerien wolle künfitg weniger von fossilen Energieträgern abhängig sein und verstärkt auf erneuerbare Energien setzen

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - Deutschland habe ein großes Interesse an der Verwirklichung des Vorhabens, sagte Merkel nach einem Gespräch mit Bouteflika und Vertretern beteiligter Unternehmen am Mittwoch in Berlin. Algerien spiele dabei eine zentrale Rolle. Der algerische Staatschef sagte, für sein Land sei es wichtig, in Zukunft weniger stark von fossilen Energieträgern abhängig zu sein. Dazu müsse Algerien auf neue Technologien setzen.

Algerien und Deutschland gründen demnach eine Wirtschaftskommission zur Unterstützung des Projekts. Desertec war vor gut einem Jahr an den Start gegangen und gilt als das derzeit ehrgeizigste Infrastrukturprojekt der Welt mit Investitionen in Höhe von 400 Milliarden Euro. Bis zum Jahr 2050 sollen in Nordafrika und dem Nahen Osten große Solarkraftwerke und Windparks entstehen, um einen großen Teil des örtlichen und 15 Prozent des europäischen Stromverbrauchs zu decken.

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