Anlagestrategien

Deutschland setzt verstärkt auf nachhaltige Geldanlagen

Nachhaltige Geldanlagen nehmen in Deutschland immer mehr zu. Ganz vorne mit dabei sind Anlagestrategien, die etwa Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung ausschließen. Institutionelle Investoren halten dabei im Vergleich zu den Privatanlegern 85 Prozent des Marktanteils.

Geldanlage© Tobif82 / Fotolia.com

Berlin - Nachhaltige Geldanlagen wachsen - das Marktvolumen nachhaltiger Fonds, Kunden- und Eigenanlagen stieg Ende 2015 auf knapp 137 Milliarden Euro. Das geht aus einem aktuellen Marktbericht des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG) hervor, der jetzt veröffentlicht wurde. Ende 2014 betrug es knapp 127,3 Milliarden Euro. Insgesamt ist der nachhaltige Anlagemarkt in Deutschland also um sieben Prozent gewachsen. Ein leichter Anstieg, betrachtet man zum Vergleich die Zahlen von Ende 2013: Damals betrug das Marktvolumen noch 79,9 Milliarden Euro.

Großes Plus bei den Investmentfonds

Betrachtet man nur die Marktentwicklung nachhaltiger Investmentfonds und Mandate, also Fonds von Pensionskassen oder Versicherungen, zeigt sich ein größeres Plus. Laut FNG hat das Volumen in diesem Segment im Jahr 2015 um 31 Prozent zugelegt. Insgesamt liegt es demnach bei 69 Milliarden Euro.

Vergleicht man, wie sich institutionelle Investoren und Privatanleger den Markt aufteilen, zeigt sich: Besonders institutionelle Investoren bauten ihren Marktanteil aus - er stieg auf 85 Prozent. Der Anteil der Privatanleger ging damit leicht zurück - auf 15 Prozent - obwohl es hier in absoluten Zahlen Zuwächse von einer Milliarde Euro gab.

Geldanlagen anhand von Ausschlusskriterien

Bei den Anlagestrategien lagen auch im vergangenen Jahr wieder sogenannte Ausschlüsse an erster Stelle - mit rund 44,9 Milliarden Euro verzeichneten sie einen Zuwachs von 39 Prozent. Beim Ranking der Ausschlusskriterien lagen Waffen, Arbeitsrechtsverletzungen, Menschenrechtsverletzungen sowie Umweltzerstörung ganz vorne.

Quelle: DPA

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