Regierungsantwort

Deutschland: Rang sechs im weltweiten Energieverbrauch

In einer umfassenden Antwort auf eine Anfrage der Opposition hat die Regierung über die Ziele ihrer Energiepolitik berichtet. Die Bekämpfung des weltweiten Klimawandels bezeichnete sie als zentrale Herausforderung für das 21. Jahrhundert. Sie wolle dafür sorgen, die erneuerbaren Energien wettbewerbsfähig zu machen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - In der Rangfolge der Länder, die weltweit den höchsten Energieverbrauch verzeichnen, liegt Deutschland mit 3,4 Prozent des Weltenergieverbrauchs auf Platz sechs hinter den USA (22,4 Prozent), China (12 Prozent), Russland (6 Prozent), Indien (5,3 Prozent) und Japan (5,1 Prozent). Dies berichtete die Bundesregierung in ihrer Antwort (Bundestagsdrücke 15/5809) auf eine Große Anfrage der CDU/CSU-Fraktion (Bundestagsdrucksache 15/3740).

Gleichzeitig bezeichnete die Regierung die Bekämpfung des weltweiten Klimawandels als eine der zentralen Herausforderungen für das 21. Jahrhundert. Deshalb ziele die internationale Klimapolitik darauf ab, den Anstieg der globalen Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre mittel- bis langfristig so zu begrenzen. Ziel der Bundesregierung sei daher die Umsetzung einer nachhaltigen Energieversorgung, die wesentlich auf Einsparung, Steigerung der Effizienz und den Ausbau erneuerbarer Energien bei gleichzeitigem Ausstieg aus der Kernenergie setze.

Bis 2010 soll laut Koalition der Anteil erneuerbarer Energien auf mindestens 12,5 Prozent und bis zum Jahr 2020 auf mindestens 20 Prozent erhöht werden. Zur Mitte des Jahrhunderts sollen die erneuerbaren Energien etwa die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs decken. Daher will die Bundesregierung dafür sorgen, die erneuerbaren Energien wettbewerbsfähig zu machen, damit sie sich eigenständig am Markt behaupten können.

Beim Einsatz fossiler Energien werde dem Klimaschutz durch verbesserte und neue Kraftwerkstechnologien Rechnung getragen. Außerdem verfolge man weitere Anstrengungen zur Verbesserung der bereits hohen Energieeffizienz in allen Bereichen. Bis zum Jahr 2020 solle die Energieproduktivität, bezogen auf 1990, verdoppelt werden.

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