Deutschland im Solarfieber

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) rechnet für das erste Halbjahr 2000 mit einer Verzehnfachung der Solaranlagen-Nachfrage gegenüber dem Vorjahr. Den explosionsartig gestiegenen Informationsbedarf rund um das Thema Solarenergie will die Solarbranche jetzt verstärkt mit Hilfe des Internets befriedigen.


Ein in Aktualität, Umfang und Bedienungsfreundlichkeit bislang einzigartiger kostenloser Online-Förderberater wird am kommenden Donnerstag zur Eröffnung der Weltmesse für Solarenergie "Solarenergy" in Berlin erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Nach UVS-Informationen wurden in den ersten fünf Monaten dieses Jahres bei deutschen Banken bereits über 15.000 Förderanträge für den Bau von Solaranlagen eingereicht. Bis Ende Juni rechnet der Branchenverband mit einer neu beantragten Solarleistung von nahezu 100 MW. Seit Jahresbeginn haben somit mehr Bürger eine Solaranlage geplant, als in den gesamten letzten 20 Jahren. UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig sieht im derzeitigen Solarboom den lang ersehnten Startschuss ins Solarzeitalter: "Die solare Massenelektrifizierung unserer Gesellschaft hat nun begonnen. Energie- und Solarbranche stehen vor einer der größten wirtschaftlichen Herausforderungen aller Zeiten".


Nach der Mitwirkung am Zustandekommen der neuen Rahmenbedingungen betrachtet der UVS es als eine seiner zentralen Aufgaben, dem Verbraucher konkrete Hilfestellungen zur Integration von Solartechnologien in die eigene Strom- und Wärmeversorgung zu bieten. Unter der neu geschalteten Internetadresse www.solarfoerderung.de können Solarinteressenten ab sofort rund um die Uhr eine aktuelle und individuell zugeschnittene Förderberatung erhalten.

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