Druck auf Russland

Deutschland drängt Norwegen zur Ratifizierung von Energievertrag

Deutschland drängt Norwegen zur Ratifizierung des internationalen Energievertrages zur Regelung von Konfliktfällen, um so den Druck auf Russland in dieser Frage erhöhen zu können. Der Vertrag regelt unter anderem die Versorgungssicherheit in Streitfällen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - Deutschland habe ein "hohes Interesse" an einer gemeinsamen Position mit Norwegen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstagabend unmittelbar vor einem Treffen mit ihrem norwegischen Kollegen Jens Stoltenberg in Berlin. Eine solche gemeinsame Position würde die Gespräche mit Russland erleichtern.

In dem auf der Energiecharta von 1991 basierenden Energiecharta-Vertrag von 1994 geht es unter anderem um die Versorgungssicherheit in Streitfällen. Er wurde von 49 Ländern und der Europäischen Union unterschrieben, von Russland und Norwegen aber nie ratifiziert. Russlands Präsident Dmitri Medwedew hatte seinerseits Ende April Vorschläge für eine neue weltweite Energiecharta an die EU gesandt. Diese Vorschläge aus Moskau enthielten viele gute Punkte, sagte Merkel.

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