Bericht vorgelegt

Deutschland bilanziert nukleare Sicherheit

Gegenwärtig sind an 13 Standorten 18 Kernkraftwerksblöcke mit insgesamt 21 693 Megawatt in Betrieb. Seit 1988 trägt die Kernenergie etwa ein Drittel zur öffentlichen Elektrizitätsversorgung bei. Das geht aus einem Bericht über die nukleare Sicherheit hervor.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Das Bundeskabinett hat in dieser Woche auch den dritten Bericht zur Erfüllung des Übereinkommens über nukleare Sicherheit zustimmend zur Kenntnis genommen und beschlossen, ihn dem Sekretariat des Übereinkommens bei der Internationalen Atom-Energie-Organisation (IAEO) in Wien zuzuleiten.

Deutschland ist seit April 1997 Vertragsstaat des Übereinkommens über nukleare Sicherheit. Damit ist auch die Verpflichtung verknüpft, alle drei Jahre zu den regelmäßig stattfindenden Überprüfungstagungen schriftliche Berichte zur Umsetzung der Übereinkommensverpflichtungen und den Sicherheitsstatus der Kernkraftwerke vorzulegen. Die dritte Überprüfungskonferenz des Übereinkommens ist für April 2005 vorgesehen. Zu den Zielen des Übereinkommens zählen die Schaffung wirksamer Vorkehrungen gegen mögliche Gefahren durch Kernkraftwerke und die Verhütung von Unfällen mit radiologischen Folgen.

Der Bericht, an dem die atomrechtlichen Behörden der Länder und die Betreiber der Atomkraftwerke beteiligt waren, zeigt laut Bundesregierung, dass die Bundesrepublik Deutschland das Übereinkommen über nukleare Sicherheit erfüllt. Gleichzeitig beschreibt der Bericht den Handlungsbedarf, um das geforderte Sicherheitsniveau der deutschen Kernkraftwerke während der Restlaufzeiten aufrecht zu erhalten. Dabei gilt es vor allem, den Herausforderungen wie Alterung der Kernkraftwerke, Liberalisierung der Strommärkte und Gefahr der Verringerung sicherheitstechnischer Kompetenz in einem auslaufenden Technikbereich wirkungsvoll zu begegnen.

Gegenwärtig sind an 13 Standorten 18 Kernkraftwerksblöcke mit insgesamt 21 693 Megawatt in Betrieb. Seit 1988 trägt die Kernenergie etwa ein Drittel zur öffentlichen Elektrizitätsversorgung und knapp zwölf Prozent zur gesamten Primärenergieversorgung in Deutschland bei. 2003 betrug die Stromerzeugung aus den deutschen Kernkraftwerken 165,0 Terawattstunden. In

Das könnte Sie auch interessieren
  • Energiewirtschaft

    Industrie wird weiterhin bei Ökostrom-Umlage verschont

    Die deutsche Industrie wird auch in der Zukunft von der Ökostrom-Abgabe weitestgehend befreit bleiben. Nach langen Diskussionen konnten sich die EU-Kommission und die Bundesregierung aufeinander abstimmen.

  • Atomenergie Gefahr

    Stresstest: Nicht genug Atom-Rückstellungen für den "Worst Case"

    Der Stresstest zu den Rückstellungen der Atomkonzerne sorgt für Unstimmigkeiten in der Politik. Während Sigmar Gabriel die Ergebnisse dahin gehend interpretiert, dass die Gelder der Konzerne ausreichen werden, warnt die Opposition davor, sich auf den Ergebnissen auszuruhen. Der Test zeigt auch, dass die Rückstellungen bei ungünstigen Umständen bei weitem nicht ausreichen würden.

  • Energieversorung

    Primärenergieverbrauch im ersten Halbjahr 2004 niedriger als im Vorjahr

    246 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten Energie hat Deutschland in den ersten sechs Monaten dieses Jahres verbraucht. Das waren knapp zwei Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Stromerzeugung in Kernkraftwerken und aus Windkraft stieg, in Wasserkraftanlagen war er weitgehend stabil.

  • Strom sparen

    Energiemix auf dem Prüfstand

    In den kommenden Jahren müssen die deutschen Kraftwerksbetreiber ihren Anlagenpark modernisieren. Alte Kohleanlagen und AKWs werden abgeschaltet. Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien und effiziente GuD-Kraftwerke werden neu gebaut. Wichtig für die Branche: Ein breiter Mix.

  • Hochspannungsmasten

    Koch für Neubau von Kernkraftwerken

    Der hessische Ministerpräsident Roland Koch hat die Energiewirtschaft aufgefordert, nicht darauf zu warten, dass die Politik den Neubau eines Kernkraftwerks unterstützt. Die Unternehmen sollten einfach einen Antrag stellen, damit die Politik dann einen Wiedereinstieg gesetzlich möglich machen kann.

Top