Wachstum erwartet

Deutscher Windenergiemarkt hinkt Weltmarkt hinterher

Der deutsche Windenergiemarkt hat sich im vergangenen Jahr langsamer als der wachsende Weltmarkt entwickelt, teilten er Bundesverband Windenergie (BWE) und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mit. Ungeachtet der Finanzkrise rechnet die Branche für 2009 wieder mit einem deutlichen Wachstum.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (AFP/ddp.djn/sm) - . Auf dem boomenden Weltmarkt sei die deutsche Technologie mit einer Exportquote von mehr als 80 Prozent weiterhin führend. Zudem setzt die Branche darauf, dass eine in Deutschland zum Jahresbeginn in Kraft getretene höhere Vergütung für Windstrom die Nachfrage auf dem Inlandsmarkt zusätzlich ankurbelt.

Im vergangenen Jahr blieb das Wachstum hierzulande demnach gegenüber 2007 in etwa stabil. Laut Statistik des Deutschen Windenergie-Instituts wurden 2008 bundesweit 866 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 1665 Megawatt neu installiert. Das waren zwei Megawatt weniger Zubau als im Vorjahr. Insgesamt standen in Deutschland Ende 2008 mehr als 20.000 Windenergieanlagen mit fast 24.000 Megawatt Gesamtleistung.

Brandenburg bei Neuinstallierung vorn

Die regionale Verteilung der Windräder ist demnach allerdings unterschiedlich: Bei der Gesamtleistung liegt Niedersachsen mit mehr als 6.000 Megawatt klar an der Spitze. Im Verhältnis den größten Teil ihres Nettostromverbrauchs mit Windstrom decken dagegen Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein - jeweils zu rund 40 Prozent.

USA größter Wachstumsmarkt für Windenergie

Mit einer neu installierten Leistung von bis zu 9000 MW bleibe die USA weltweit der stärkste Markt. Durch das vom neuen US-Präsidenten Barack Obama in Aussicht gestellte Klimapaket, würden die Vereinigten Staaten auch weiter ihre Führungsrolle behalten. Dahinter folgen laut BWE Deutschland, China, Indien und Spanien.

Der Umsatz aus Windenergieanlagen und Komponenten deutscher Hersteller lag mit sieben Milliarden bis acht Milliarden Euro leicht über dem Niveau des Vorjahres, so VDMA-Sprecher Johannes Schlief. Die weltweiten Erlöse könnten 2008 um bis zu 30 Prozent auf rund 25 Milliarden bis 30 Milliarden gestiegen sein. Konkrete Zahlen würden in den nächsten Tagen erwartet.

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