BDI-Chef Rogowski zu Gast

Deutscher Effizienzpreis Energie vergeben

Die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. (ASUE) hat am Dienstag in Berlin den im zweijährigen Turnus ausgelobten "Innovationspreis der deutschen Gaswirtschaft 2004" vergeben. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis honoriert Spitzenleistungen für mehr Energie- und Kosteneffizienz.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Am Dienstag wurden in Berlin im Rahmen einer Festveranstaltung die Gewinner des Innovationspreises der deutschen Gaswirtschaft 2004 bekannt gegeben. Die Auszeichnung wird für herausragende Leistungen zur Einsparung von Energie und zur Steigerung der Energieeffizienz vergeben. Der mit insgesamt 50.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre von der Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. (ASUE) ausgelobt und steht unter der Schirmherrschaft des Bundesverbands der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft e.V. (BGW) sowie der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW). Die Preise wurden vom Präsidenten des BDI-Bundesverband der Deutschen Industrie, Dr. Michael Rogowski, sowie von Herrn Reinhard Schüler, Präsident der ASUE, überreicht.

Der Preis gliedert sich in zwei Kategorien. Neben dem "Innovationspreis für Planung, Forschung und Entwicklung" wurde der "Innovationspreis für zukunftsweisende Mobilität: Erdgas im Verkehr" ausgelobt - letzterer gemeinsam mit dem ADAC. Das solle die Bemühungen der Europäischen Union unterstützen, den Anteil alternativer Kraftstoffe am Gesamtbedarf der EU bis zum Jahr 2020 auf 20 Prozent zu steigern. Aufgrund seiner umweltschonenden Eigenschaften wird dabei Erdgas allein ein Anteil von rund 50 Prozent zugemessen.

Innovationspreis für Planung, Forschung und Entwicklung

Der Preisträger ist die IBW Ingenieure GmbH aus Oberlahr, die ein Preisgeld von 25.000 Euro erhält. Inhalt des von der IBW eingereichten Projektes war die Sanierung der Energieversorgungsanlage im Heilig-Geist-Hospital in Bingen mit der Installation eines Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungs-Systems auf der Basis zweier Motor-BHKW-Module. Um deren Auslastung so weit wie möglich zu erhöhen, wurde ein energetischer Querverbund zwischen den vier benötigten Medien Strom, Kälte, Dampf und Wärme installiert. Eine besondere Herausforderung dabei war, diese Arbeiten ohne Störungen des laufenden Krankenhausbetriebes durchzuführen. Die Sanierung führte zu einer signifikanten Kostensenkung und Umweltentlastung.

Innovationspreis für umweltschonende Mobilität: Erdgas im Verkehr

Der mit 15.000 Euro dotierte Preis dieser Kategorie ging an die Firma WITT-Gasetechnik GmbH & CO KG aus Witten für die Entwicklung einer neuen Erdgas-Zapfpistole. Bei der Bedienung der konventionellen Erdgas-Zapfanlagen muss der Autofahrer mit beiden Händen hantieren. Da das Betanken eines Flüssigkraftstoff betriebenen Fahrzeuges dagegen mit nur einer Hand erfolgen kann und sich die Autofahrer an diese Handhabung gewöhnt haben, könnte diese Besonderheit die Akzeptanz von Erdgasfahrzeugen bei potenziellen Käufern verringern. Mit der Innovation vereinfacht sich die Betankung von Erdgasfahrzeugen hingegen auf die gewohnte Einhand-Bedienung. Außerdem besitzt die neue Erdgas-Zapfpistole ein ähnliches Design wie eine für Flüssigkraftstoffe zum Einsatz kommende und lässt so eventuelle "Berührungsängste" gar nicht erst aufkommen. Ein Umbau von herkömmlichen Tanksäulen zur Aufnahme der WITT-Pistole ist nicht erforderlich, da die gleiche Art der Aufhängung gewählt wurde. Bedienfehler sind durch ein ausgeklügeltes Ventilsystem ausgeschlossen. Damit erweist sich die neue Zapfpistole als zukunftsfähig.

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