Windkraft-Weltmeister

Deutsche Windkraft-Branche erreicht neuen Meilenstein

20 Jahre ist es her, dass das erste private Windrad im Kreis Steinfurt seinen Betrieb aufnahm - jetzt kann die Branche einen weiteren Meilenstein feiern: 10 000 Megawatt Windkraft-Leistung in Deutschland. Damit ist Deutschland zugleich Windkraftweltmeister, die USA auf Platz zwei haben etwa 4250 Megawatt installiert.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Knapp zwei Jahrzehnte, nachdem in Mettingen (Kreis Steinfurt) das bundesweit erste private Windrad mit einer Leistung von 20 Kilowatt in Betrieb gegangen ist, kann die deutsche Windkraft-Branche nicht weit entfernt einen weiteren Meilenstein feiern: 10.000 Megawatt Windkraft-Leistung in Deutschland. Damit hat die Bundesrepublik ihre Position als Windkraft-Weltmeister weiter ausgebaut.

Zum Vergleich: Weltweit auf Platz zwei und drei hinter Deutschland folgen die USA (etwa 4250 Megawatt) und Spanien (etwa 3750 Megawatt). Die bundesweit knapp 12 500 installierten Windkraft-Anlagen können – je nach Windverhältnissen – pro Jahr nahezu 15 bis 20 Milliarden Kilowattstunden Ökostrom produzieren. Das ist genug Strom für vier bis sechs Millionen durchschnittliche Vier-Personen-Haushalte. "Wir rechnen damit, dass Ende des Jahres die installierte Gesamtleistung bei rund 11 750 Megawatt liegen wird", sagt BWE-Präsident Dr. Peter Ahmels. Bis zum Jahr 2010 erwartet der BWE eine installierte Windkraft-Leistung von über 22 500 Megawatt in Deutschland, darunter auch die ersten Offshore-Projekte.

Ein vom Umweltbundesamt in Auftrag gegebenes Gutachten kommt im Hinblick auf die externen Kosten der Stromerzeugung zu dem Ergebnis, dass durch die Nutzung der erneuerbaren Energien durchschnittlich rund 14 Cent je Kilowattstunde vermieden werden. Alleine der nach EEG vergütete Strom führte auf diese Weise im Jahr 2001 zu volkswirtschaftlichen Einsparungen in Höhe von 2,5 Milliarden Euro. "Damit zeigt sich, dass es sehr teuer sein wird, auf die Nutzung erneuerbarer Energien und insbesondere auf die Windenergie zu verzichten, und somit nicht der drohenden Klimakatastrophe entgegen gewirkt wird", so BWE-Präsident Ahmels im Hinblick auf den bevorstehenden Nachhaltigkeitsgipfel im südafrikanischen Johannesburg.

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