Dächer gesucht

Deutsche Umwelthilfe und Solarworld richten Dachbörse ein

In einer Internet-Kampagne suchen die Initiatoren von SolarLokal bundesweit geeignete Dachflächen für Solarstrom-Projekte. In der neu eingerichteten Dachbörse sollen Anbieter und Suchende zueinander finden. Geeignet sind alle größeren Dächer, insbesondere dann, wenn sie nach Süden geneigt sind.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Radolfzell (red) - Vom Solarboom in Deutschland profitieren das Handwerk, die Landwirtschaft und der Klimaschutz ganz besonders. Doch nicht alle Solarstromprojekte können realisiert werden. Häufig fehlt es an geeigneten Dachflächen. Gerade für größere Projekte ist es häufig schwierig, tragfähige Dächer zu finden. SolarLokal, eine von der Deutschen Umwelthilfe und SolarWorld initiierte Solarstromkampagne bietet deshalb jetzt eine internetbasierte, kostenlose Dachbörse an.

Da sich fast 100 Kommunen an der Initiative SolarLokal beteiligen, gibt es eine rege Nachfrage nach geeigneten Dachflächen für Solarstromanlagen. Sie ist vor allem deshalb so intensiv, weil für Solarstrom von Dachanlagen eine höhere Einspeisevergütung bezahlt wird als für Freilandanlagen.

Ziel der "SolarLokal Dachbörse" ist es, bundesweit möglichst viele in Frage kommende Dächer für die Produktion von Solarstrom zu nutzen. Landkreise, Städte und Gemeinden, aber auch Unternehmen, Landwirte und andere Besitzer größerer Dachflächen können ihre Dächer für eine Photovoltaikanlage zur Verfügung stellen. In manchen Regionen werden attraktive Dachmieten bezahlt. Geeignet sind alle größeren Dächer, insbesondere dann, wenn sie nach Süden geneigt sind. Häufig sind es Dächer von Schulen, Kindergärten, Turn- und Mehrzweckhallen, Schwimmbädern, Scheunen, Feuerwehrhäusern, Rathäusern oder Firmengebäuden.

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