Allensbach

Deutsche stellen Energiewende trotz hoher Kosten nicht in Frage

Trotz der stark steigenden Kosten für Strom im kommenden Jahr stellen die Bundesbürger einer Umfrage zufolge die Energiewende an sich nicht in Frage. Sieben von zehn Deutschen hielten den nach der Atomkatastrophe von Fukushima beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie für richtig, so Allensbach-Chefin Renate Köcher.

Tarife© rkolbabek / iStockphoto.com

Berlin (AFP) -Das schrieb die Chefin des Meinungsforschungsinstituts Allensbach, Renate Köcher, in einem Beitrag für die "Wirtschaftswoche". Nur jeder Vierte (26 Prozent) sei aber laut Umfrage auch bereit, für die Energiewende höhere Stromkosten in Kauf zu nehmen.

Höhere Strompreise machen sich noch kaum bemerkbar

Der bisherige Anstieg der Strompreise habe noch nicht zu einem stärkeren subjektiven Belastungsgefühl der Bürger geführt, schrieb Köcher. 2008 fühlten sich demnach 71 Prozent durch steigende Strompreise stark betroffen, 2011 seien es 56 Prozent gewesen, aktuell seien es nur 46 Prozent. Dies erklärte Köcher mit der derzeit niedrigen Arbeitslosenrate und steigenden Einkommen. 90 Prozent aller Befragten rechneten aber mit steigenden Stromkosten.

Preissteigerungen von rund 13 Prozent erwartet

Das Vergleichsportal Verivox hat ausgerechnet, dass die Strompreise im kommenden Jahr um 13 Prozent ansteigen werden - das ist der höchste Anstieg seit Jahren. Verantwortlich sind vor allem die steigenden Umlagen für die Förderung der erneuerbaren Energien und für den Netzausbau und die damit steigende Mehrwertsteuer. Für einen Vier-Personen-Musterhaushalt mit einem Verbrauch von jährlich 4000 Kilowattstunden Strom bedeutet die Steigerung Mehrkosten von 129 Euro.

Quelle: AFP

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