Deutsche Solarenergie soll Auslandsmärkte erobern

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com
In einem Strategiegespräch haben Bündnis 90/Die Grünen, Solarindustrie, Solarverbände und Forschungseinrichtungen einhellig bekundet, dass nach dem Erfolg von Solarenergie im Inland nun auch Auslandsmärkte erschlossen werden müssen. Dem bündnisgrünen Vorschlag zur Errichtung eines Exportrats für Erneuerbare Energien wurde in diesem Zusammenhang zugestimmt.


Hans-Josef Fell, forschungspolitischer Sprecher von Bündnis90/Die Grünen: "Die deutsche Photovoltaikindustrie hat, aufbauend auf der rasanten Entwicklung auf dem deutschen Markt, die einmalige Chance, Weltmarktführer zu werden. Die Exportmärkte sind riesig: Durch die weltweit steigenden Ölpreise ist Solarenergie bereits jetzt in einigen Sektoren wettbewerbsfähig - insbesondere in den ländlichen Gebieten, in denen es keine Stromnetze gibt und die Stromversorgung z.B. über Dieselmotoren erfolgt. Wir wollen den Export von Solaranlagen und anderen Erneuerbaren Energien über einen Exportrat für erneuerbare Energien unterstützen. Dieses Bestreben wird von der Industrie wie auch der Wissenschaft mit Nachdruck unterstützt." Der Exportrat soll beim Wirtschaftsministerium angesiedelt werden und aus Vertretern der Industrie, des Wirtschaftsministeriums sowie Entwicklungshilfeexperten gebildet werden. Das Gremium soll den Export der Solartechnologie unterstützen, indem es die Unternehmen beim Marketing und der Akquise von Aufträgen aus dem Ausland berät.


Fell: "Die rot-grüne Energiepolitik trägt bereits Früchte. Die deutsche Solarwirtschaft befindet sich auf Expansionskurs. Die Nachfrage nach Solarstromanlagen explodierte geradezu. Statt der im 100 000-Dächer-Programm für dieses Jahr eingeplanten 27 Megawatt (MW) werden bis zum Jahresende 50 MW bewilligt. Das ist fünf mal soviel wie im letzten Jahr."

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