Deutsche Solar hat Gewinnschwelle deutlich überschritten / Expansion im eigenen Haus

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com
Die Deutsche Solar GmbH, Freiberg/Sachsen, eine Tochter der SolarWorld AG, hat im Geschäftsjahr 2000 die Gewinnschwelle deutlich überschritten. Das EBIT betrug 15,56 Millionen DM, und die EBIT-Marge lag bei 10,7 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern erreichte 14,84 Millionen DM. Im Vorjahr hatte die Vorgängergesellschaft Bayer Solar GmbH noch einen Verlust in Höhe von 2,64 Millionen DM ausgewiesen. Der Umsatz der Deutsche Solar stieg im Vergleich zu 1999 um 118 Prozent auf 74,5 Millionen DM. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 51,1 auf 64,2 Prozent. Im laufenden Jahr wird die Deutsche Solar in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.


Vor dem Hintergrund des weltweit dynamisch wachsenden Solarzellen- und Solarmodul-Marktes gibt die SolarWorld AG ihre jüngste Investitionsentscheidung bekannt. Die SolarWorld steigt am Standort der Deutsche Solar in Freiberg in die Produktion von Solarzellen ein. Innerhalb der kommenden 18 Monate wird das Photovoltaik-Unternehmen dort eine Produktionsanlage für 25 Megawatt (MW) Solarzellen mit der Option zum Ausbau auf 50 MW bauen. Außerdem wird die Deutsche Solar in Freiberg eine Fabrik zur Produktion von 25 MW Solarmodule ebenfalls mit der Option zur Verdopplung errichten. Gleichzeitig gibt das Unternehmen bekannt, dass die Produktion nicht über entsprechende Akquisitionen ausgebaut wird, da bei einer umfangreichen Analyse der Solarbranche keine adäquaten Übernahmekandidaten identifiziert werden konnten, die hinsichtlich ihrer Produktionsqualität und -dimension in das SolarWorld-Expansionskonzept gepasst hätten. Mit der Produktion von Solarwafern, -zellen und -modulen unter einem Dach vervollständigt die SolarWorld nun die solare Wertschöpfungskette. Bereits im April 2001 wird die Deutsche Solar die ersten neuen Bridgeman-Anlagen zum Ausbau der Solarwaferproduktion von 32 MW auf 100 MW in Betrieb nehmen.


Im Rahmen der Expansionsstrategie der SolarWorld ist in Freiberg eine Recyclinganlage geplant, die Silizium aus gebrauchten Materialien wiedergewinnen wird. Insgesamt wird die SolarWorld 25 000 Quadratmeter neue Produktionsflächen in Freiberg in Betrieb nehmen und mehr als 250 neue Arbeitsplätze schaffen. Das Gesamtinvestitionsvolumen bis 2004 beträgt 250 Millionen DM.

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