Begleitkommission

Deutsche Forscher sollen mögliche Schweizer Atommüll-Standorte prüfen

Zur Überprüfung der möglichen grenznahen Atommüll-Endlagerstandorte in der Schweiz will die deutsche Begleitkommission Wissenschaftler aus dem eigenen Land einschalten. Voraussichtlich im Januar solle der Auftrag an ein interdisziplinäres Team von Forschern ergehen, sagte Lüder Rosenhagen von der Umweltschutzorganisation BUND.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Bad Säckingen (ddp-bwb/sm) - Dies wolle die Begleitkommission für die Schweizer Endlagersuche, in der Rosenhagen Mitglied ist, auf ihrer nächsten Sitzung beschließen. Untersucht werden sollten dabei nicht nur die Geologie, sondern beispielsweise auch die sozialen Gegebenheiten.

Mehr Mitspracherecht gefordert

Das bisherige Vorgehen der Schweiz bezeichnete Rosenhagen als "redlich". Die Behörden gingen sehr transparent vor. Der BUND-Vertreter forderte jedoch mehr Mitspracherecht für die betroffenen deutschen Kommunen. Dies müsse in einem Staatsvertrag festgelegt werden, sagte er.

Am 6. November hatte das Schweizer Bundesamt für Energie die für eine Endlagerung radioaktiver Abfälle in der Schweiz in Betracht kommenden Standortregionen bekanntgegeben. Darunter befinden sich auch die grenznahen Regionen Südliches Schaffhausen, Züricher Weinland und Nördlich Lägeren.

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