Frischer Wind

Deutsche Essent strebt bedeutenden Marktanteil im deutschen Energiemarkt an

Das deutsche Tochterunternehmen der niederländischen Essent N.V., die Deutsche Essent GmbH, will ihren Marktanteil in den nächsten zehn Jahren signifikant steigern. Dazu hat sie sich um eine Beteiligung an mehreren Stadtwerken beworben. Bei den Stadtwerken Bremen, Bremerhaven und Bielefeld hat der Energieversorger bereits ein Mitspracherecht.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Der niederländische Strom- und Gasversorger Essent N.V. (Arnhem) strebt einen bedeutenden Marktanteil im deutschen Energiemarkt an. Über die deutsche Tochtergesellschaft Deutsche Essent GmbH (Düsseldorf) will das Unternehmen einen beträchtlichen Beitrag zur aktuellen Umstrukturierung des deutschen Energieversorgungsmarktes leisten. Essent bewirbt sich deshalb um die Beteiligung an verschiedenen Stadtwerken. "Wir sind nach Deutschland gekommen, um uns langfristig zu positionieren, denn wir sehen für uns in Deutschland einen gewaltigen Wachstumsmarkt", sagt Michael G. Feist, Geschäftsführer der Deutsche Essent, bei der Unternehmensvorstellung in Düsseldorf.

"Nicht allein mit unserer Finanzkraft, sondern vielmehr mit unseren strategischen Konzepten sehen wir uns in einer Idealposition auch für die deutschen Kommunen und Gemeinden", zeigt sich Feist überzeugt. Essent selbst ist kein Großkonzern, sondern Resultat eines erfolgreichen Zusammenschlusses von 38 kommunalen Versorgungsbetrieben in den Niederlanden. Die Essent N.V. entstand erst 1999 und befindet sich vollständig in öffentlichem Besitz. 74 Prozent der Anteile liegen bei fünf niederländischen Provinzen und 26 Prozent bei Kommunen. Im Geschäftsjahr 2001 erzielte die Essent N.V. einen Umsatz von etwa 6,6 Milliarden Euro.

Die Deutsche Essent plant, für ihre Zielunternehmen passende Konzepte zu entwickeln, die vor allem die regionalen Bedürfnisse berücksichtigen. Der fundamentale Ansatz und die Chance einer Stärkung der Stadtwerke vor Ort brachten der Deutschen Essent im Jahr 2000 bereits den Zuschlag für eine Beteiligung von 51 Prozent an der SWB AG, den früheren Stadtwerken Bremen und Bremerhaven. Über die SWB beteiligte sich Essent auch an den Versorgern in Bielefeld und Gütersloh. Wichtige Diversifikationen bestehen für Essent in den Bereichen Vertrieb von neuen Produkten, erneuerbaren Energien und in dem Angebot von Haushaltdienstleistungen, zu denen vor allem die fachgerechte Wartung, Installation und Reparatur von Heizungsanlagen zählt.

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