Atomausstieg trotzen

Deutsche Energiekonzerne setzen auf Kernkraftwerke im Ausland

Trotz beschlossenem Atomausstieg setzen die vier Stromriesen weiterhin auf Atomkraft. Zwar dürfen sie in Deutschland keine Anlagen mehr bauen, wollen aber künftig im Ausland produzieren. Deutschlands größter Stromkonzern E.ON hat sich beispielsweise schon Kapazitäten in Skandinavien gesichert.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com
Wetzlar (red) - In Schweden hält E.ON die Mehrheit am AKW Oskarshamn und ist auch an anderen Kernkraftwerken im Land als Minderheitsgesellschafter beteiligt. In Finnland will der Konzern ab 2016 einen neuen Atomreaktor bauen, zudem sei man auch am Bau neuer Atomanlagen in Großbritannien und Osteuropa interessiert.

RWE betreibt zwar derzeit keine Kernkraftwerke im Ausland, will sich jedoch beispielsweise in Rumänien an einem Bau beteiligen. Auch der schwedische Vattenfall-Konzern will weiter auf Kernenergie setzen und die Kapazitäten seiner schwedischen AKWs erhöhen.

Einzig EnBW habe keine Pläne, im Ausland Kernkraftwerke zu bauen oder sich daran zu beteiligen. Jedoch hält der französische EDF - der weiltweit größte Anbieter von Atomstrom - 45 Prozent an EnBW.

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