6. Deutsch-Russische Regierungskonsultationen

Deutsche Energie-Agentur initiiert Energie-Projekte in Russland

In dieser Woche traf sich die deutsche Regierung in Russland zu den 6. Deutsch-Russischen Regierungskonsultationen stattgefunden. Schwerpunkt der Gespräche mit Präsident Putin, Wirtschaftsminister German Gref, Energieminister Igor Jussufow sowie Vertretern der russischen Wirtschaft war das Thema Energie sowie – erstmalig – das Thema Energieeffizienz.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Im russischen Jekaterinburg haben in dieser Woche die 6. Deutsch-Russischen Regierungskonsultationen stattgefunden. Bundeskanzler Gerhard Schröder und Bundeswirtschaftsmininster Wolfgang Clement reisten mit führenden Vertretern aus Politik und Wirtschaft für knapp zwei Tage in die Hauptstadt des Ural. Ein Schwerpunkt der Gespräche war das Thema Energie sowie – erstmalig – das Thema Energieeffizienz.

"Beim Thema Energie steht Russland zur Zeit an einem Wendepunkt", erklärt Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). "Wirksame Schritte zur deutlichen Erhöhung der Energieeffizienz sind für Russland mittlerweile von entscheidender strategischer Bedeutung", so Kohler weiter. Werden sie durch wichtige strukturelle Modernisierungsmaßnahmen ergänzt, könnte Russland nach eigener Schätzung zwischen 40 und 47 Prozent seines bisherigen Energieverbrauchs einsparen.

So nutzte die Deutsche Energie-Agentur GmbH die Reise nach Jekaterinburg, um die Verhandlungen für zwei Energieeffizienz-Projekte erfolgreich zum Abschluss bringen. Zum einen kooperiert die dena mit dem Interregionalen Verband der Energieaufsichten in Russland, um die Energieeffizienzpotenziale in der russischen Wärmeversorgung gezielt zu erschließen. Dabei stehen die Beratung russischer Entscheidungsträger und die Erstellung eines Anforderungsprofils für deutsch-russische Investitionsprojekte im Mittelpunkt.

Darüber hinaus liegt eine Kooperation mit der russischen Stadt Samara zur Unterschrift bereit. Mit der 1,2 Millionen-Metropole an der mittleren Wolga wird die dena ein Finanzierungsmodell zur Modernisierung von kommunalen Kleinheizwerken mit insgesamt 245 Heizanlagen entwickeln. Anschließend soll das Konzept auf weitere russische Kommunen übertragen werden.

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