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Deutsche Außenhandelsbilanz 2002: Leichter Einfuhr-Überschuss im Strommarkt

Deutschland hat im vergangenen Jahr mehr Strom importiert als exportiert. Die deutsche Außenhandelsbilanz im europäischen Strommarkt schloss 2002 mit einem leichten Einfuhr-Überschuss von 0,7 Milliarden Kilowattstunden. Die Strom-Einfuhren nach Deutschland stiegen 2002 um sechs Prozent auf gut 46 Milliarden Kilowattstunden.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Die deutsche Außenhandelsbilanz im europäischen Strommarkt schloss 2002 mit einem leichten Einfuhr-Überschuss von 0,7 (2001: 0,01) Milliarden Kilowattstunden. Das meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin. Dieser Saldo entspricht etwa 0,01 Prozent der Produktion der deutschen Stromversorger von 484 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2002.

Die Strom-Einfuhren nach Deutschland stiegen 2002 um sechs Prozent auf gut 46 Milliarden Kilowattstunden, ermittelte der Verband der Netzbetreiber - VDN - beim VDEW. Die Ausfuhren wuchsen gleichzeitig um etwa zwei Prozent auf knapp 46 Milliarden Kilowattstunden. Wichtigster Partner im europäischen Stromverbund war laut VDN wieder Frankreich: Fast 19 (15) Milliarden Kilowattstunden Strom flossen in die deutschen Netze - das Zentrum des europäischen Stromhandels. Dieser Strom aus Frankreich sei zum großen Teil über Deutschland in die Niederlande sowie nach Italien geliefert worden.

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