Verlegung des Firmensitzes

Deutsche Annington übernimmt Viterra von E.ON

Der Energiekonzern E.ON verkauft seine Immobilien-Tochter Viterra für knapp sieben Milliarden Euro an die Deutsche Annington. Wie E.ON am Dienstag in Düsseldorf mitteilte, wird aus dem Verkauf im Geschäftsjahr 2005 einen Gewinn von etwa 2,4 Milliarden Euro erwartet. Die Deutsche Annington will nun ihren Hauptsitz verlegen.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Essen/Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Nach der Übernahme des Wohnungsriesen Viterra wird das Immobilienunternehmen Deutsche Annington angeblich seinen Sitz von Düsseldorf nach Bochum verlegen. Das berichtet die in Essen erscheinende "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Mieter und Beschäftigte von Viterra brauchen nach Angaben der Annington auch durch den unerwartet hohen Verkaufspreis keinen Druck zu befürchten. "Die Mieter haben nichts zu befürchten, die Mitarbeiter auch nicht", sagte Geschäftsführer Volker Riebel der Zeitung. Verkäufe von Wohnungen seien nur im Rahmen von Mieterprivatisierungen geplant, nicht aber als Blockverkäufe an andere Wohnungsgesellschaften.

Die Deutsche Annington hat Viterra für rund sieben Milliarden Euro vom Energiekonzern E.ON erworben. E.ON erwartet aus dem Verkauf im Geschäftsjahr 2005 einen Gewinn von rund 2,4 Milliarden Euro. Die Transaktion bedürfe noch der kartellrechtlichen Freigabe sowie der Zustimmung des E.ON-Aufsichtsrates und solle bis Juli 2005 vollzogen werden, hieß es.

Viterra bewirtschaftete nach eigenen Angaben zum Jahresende 2004 bundesweit 138 000 Wohnungen mit einem Verkehrswert von 5,6 Milliarden Euro. Regionale Schwerpunkte sind das Ruhrgebiet, der Rhein-Main-Raum und weitere Ballungszentren. Viterra kauft privatisierungsfähige Wohnungsbestände, um später profitabel verkaufen zu können. Dabei legt das Unternehmen nach eigenen Angaben großen Wert auf Mieterschutz.

Die Deutsche Annington bewirtschaftet bundesweit etwa 80 000 Wohnungen. Ursprünglich umfasste der Bestand 2001 rund 64 000 Eisenbahnerwohnungen. Zuletzt hatte das Unternehmen 4500 Wohnungen von der RWE-Gruppe übernommen.

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