Windkraft-Anteil steigt um 17 Prozent

Deutlicher Zuwachs bei erneuerbaren Energien

Der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Stromverbrauch hat im vergangenen Jahr zum ersten Mal die Drei-Prozent-Schwelle überschritten. Dank des spürbaren Zuwachses konnten im Jahr 2003 rund 53 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Das sind erste Ergebnisse einer neuen Arbeitsgruppe, die am Dienstag ihre Arbeit aufgenommen hat.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (red) - Im zurückliegenden Jahr haben die erneuerbaren Energien weiter kräftig zugelegt. Ihr Anteil am gesamten Stromverbrauch betrug nach Angaben des Bundesumweltministeriums 7,9 Prozent, der Anteil am gesamten Energieverbrauch überschritt mit 3,1 Prozent erstmals die Drei-Prozent-Schwelle. "Damit wurden im Jahr 2003 alleine durch die erneuerbaren Energien rund 53 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart", so Margareta Wolf, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, vor den Mitgliedern der neuen "Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien Statistik" (AGEE-Stat), die am gestrigen Dienstag ihre Arbeit aufgenommen hat.

Während 2003 als Folge der Dürre die Stromerzeugung aus Wasserkraft um etwa 15 Prozent zurückging, nahmen die anderen erneuerbaren Energien umso mehr zu. So ist etwa bei der Windkraft ein Anstieg um 17 Prozent auf rund 18,5 Milliarden Kilowattstunden zu verzeichnen. Diese Zahlen sind erste Ergebnisse der neuen Arbeitsgruppe. "Wir wollen mit dieser neuen Arbeitsgruppe die Erhebung und Bereitstellung von verlässlichen und aktuellen Daten zur Entwicklung der erneuerbaren Energien wesentlich verbessern. Die Statistik der erneuerbaren Energien in Deutschland soll auf eine neue Basis gestellt werden", betonte Wolf.

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe sollen als Grundlage für die verschiedenen Berichtspflichten der Regierung im Bereich der erneuerbaren Energien dienen. In dem unabhängigen Fachgremium arbeiten Experten des Bundesumweltministeriums, des Bundeswirtschaftsministeriums und des Verbraucherministeriums mit Statistikern, Forschern und Wirtschaftsfachleuten verschiedener Institutionen zusammen. Darunter sind das Umweltbundesamt, das Statistische Bundesamt, das Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Berlin und der Bundesverband Erneuerbare Energien.

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