Finanzierung

Desertec will Geld vom Staat für Wüstenstrom

Der Koordinator des Wüstenstromprojektes Desertec beim Siemens-Konzern, Bernd Utz, hat sich für staatliche Unterstützung bei der Umsetzung des Vorhabens ausgesprochen. Käme die Initiative wirklich zum Zug, wäre Desertec das größte Infrastrukturprojekt der Geschichte.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (dapd/red) - "Es ist eine Folge von Projekten angedacht. Und am Anfang gibt es natürlich noch Unsicherheiten. Die drücken sich in erhöhten Finanzierungshürden aus", sagte Utz dem Berliner "Tagesspiegel" (Montagsausgabe). Die finanzierenden Banken hätten zwar keine grundsätzlichen Zweifel, aber das Projekt sei neues Terrain. "Und da kann eine stützende Hand des Staates hilfreich sein", sagte Utz weiter.

Vor einem Jahr hatten sich europäische und nordafrikanische Unternehmen zur Desertec Industrial Initiative zusammengeschlossen, um ein Konzept der gemeinnützigen Desertec-Stiftung umzusetzen. Bis 2050 sollen in den Wüsten Nordafrikas und des Nahen Ostens im großen Stil Strom aus Wind und vor allem Sonne erzeugt werden, um diesen auch nach Europa zu leiten. Dazu müsste man rund 400 Milliarden Euro investieren, hieß es von Seiten der Initiatoren. Es wäre das größte Infrastrukturprojekt der Geschichte.

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