Wüstenstrom

Desertec-Projekt bekommt vier neue Gesellschafter

Das Wüstenstrom-Projekt Desertec hat seinen Gesellschafterkreis um vier Unternehmen aus dem Ausland erweitert, und zwar durch Firmen aus Marokko, Spanien, Frankreich und Italien. Desertec will im großen Stil Sonnenstrom in Nordafrika und Nahost produzieren und nach Europa importieren.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

München (afp/red) - Es handelt sich um Nareva aus Marokko, Red Eléctrica aus Spanien, Enel Green Power aus Italien und Saint-Gobain Solar aus Frankreich, wie Desertec am Montag in München mitteilte. Durch die Aufnahme dieser Konzerne aus Europa und Nordafrika mache die Initiative "einen wichtigen Schritt zur Internationalisierung", erklärte Desertec-Chef Paul van Son. Auch mit einem Unternehmen aus Tunesien sei Desertec "in fortgeschrittenen Gesprächen".

Nareva ist nach eigenen Angaben eins der führenden marokkanischen Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien. Red Eléctrica entwickelt und betreibt Stromnetze und könne zudem als Bindeglied zwischen Nord und Süd agieren, erklärte Konzernchef Luis Atienza. Enel Green Power entwickelt und betreibt Kraftwerke für Strom aus erneuerbaren Energien. Saint-Gobain Solar schließlich entwickelt Komponenten für solarthermische Kraftwerke wie Spiegel oder Wärmespeicher-Systeme. Mit den vier neuen Unternehmen hat Desertec nun 17 Gesellschafter. Zu den Gründungsmitgliedern gehören die deutschen Unternehmen RWE, Eon, Deutsche Bank, MAN, Siemens und Schott Solar.

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