Atommüll

Derzeit unterwegs: Castor-Transport nach Gorleben

Zwölf Castor-Behälter mit radioaktivem Atommüll sind gestern abend aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague in Richtung Zwischenlager Gorleben (Niedersachsen) gestartet. Am Abfahrtsbahnhof Valognes protestieren Greenpeace-Aktivisten mit einem drei Meter großen Radioaktivitätszeichen, Signalfackeln und einem Transparent.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

"Die Atomtransporte sollen vertuschen, dass niemand weiß, wohin mit dem gefährlichen Müll", erläutert Greenpeace-Atomexpertin Susanne Ochse in Valognes. Im oberirdischen Zwischenlager Gorleben bliebe der Atommüll nur knapp 40 Jahre zum Abkühlen, danach soll er in ein Endlager. Bisher ist dafür der Salzstock Gorleben vorgesehen, dieser ist laut Greenpeace aber nicht ausreichend vom Grundwasser getrennt.

Der Castor-Transport nach Gorleben wird voraussichtlich heute Mittag bei Wörth die deutsche Grenze erreichen. In der Nacht zum Dienstag könnte er dann im niedersächsischen Dannenberg eintreffen, von dort werden die Atommüllbehälter mit Schwertransportern zum Zwischenlager Gorleben gebracht.

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