Alle Jahre wieder

Der Winter naht: Zehn Tipps zum Senken der Heizkosten

Die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch hat pünktlich zu Beginn der Heizperiode zehn Tipps zusammengestellt, mit denen Heizkosten gespart und der Geldbeutel geschont werden können. Darunter gibt es Hinweise zum richtigen Lüften und zur optimalen Raumtemperatur.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Etwa 90 Prozent des Energieverbrauchs im Haus werden für Heizung und Warmwasser benötigt. Daher belastet ein unnötig hoher Heizenergieverbrauch Geldbeutel und Umwelt am meisten. Die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. hat jetzt - zum Beginn der Heizperiode - zehn Tipps zusammengestellt, mit denen jeder Heizkosten einsparen kann.

  • Mit einer Energie sparenden Heizungsanlage lassen sich die meisten Kosten einsparen, weshalb Heizkessel mit einem Alter von zehn Jahren und darüber baldmöglichst ausgetauscht werden sollten. Moderne Heizungsanlagen verbrauchen rund 30 bis 40 Prozent weniger Energie als alte Anlagen. Aus diesem Grund amortisieren sich die Anschaffungskosten für ein neues Gerät sehr schnell. Sehr empfehlenswert sind Erdgas-Brennwertgeräte. Sie arbeiten mit höchster Effizienz, da sie auch die Wärme des Abgases nutzen.
  • Die Raumtemperatur sollte nicht mehr als 20 Grad betragen, in der Nacht mindestens fünf Grad weniger. Jedes Grad Temperaturabsenkung spart bis zu sechs Prozent Heizkosten.
  • Richtiges Lüften: Ein kurzer und kräftiger "Durchzug" ist besser als Dauerlüften mit einem angekippten Fenster, da beim Dauerlüften Wände und Möbel auskühlen.
  • Heizung selbst arbeiten lassen: Heutzutage können viele Heizungsanlagen vom Wohnraum aus direkt gesteuert werden, indem über ein Steuermodul die gewünschte Temperatur eingestellt wird. Mittels Temperaturfühler gleicht dann die Steuerung die Raumtemperatur immer der Solltemperatur an. Bei solchen Heizungsanlagen darf man die Heizkörperventile nicht herabregeln, weil dann u. U. nicht mehr genügend Heizwasser in die Heizkörper gelangt. Da die Steuerung aber trotzdem versucht, die Solltemperatur zu erreichen, würde der Brenner ständig laufen – unnötiger Energieverbrauch wäre die Folge.
  • Heizkörper müssen die Wärme frei an die Raumluft abgeben können, weshalb sie keinesfalls etwa durch Möbel verstellt werden dürfen. Heizkörper in Nischen sollten gegenüber der Wand gedämmt sein, wofür sich als Notlösung zum Beispiel eine Alu-Folie anbietet.
  • Alle Warmwasserleitungen im Keller sollten isoliert werden, um Wärmeverluste zu vermeiden.
  • Der Dauerbetrieb elektrischer Heizlüfter ist Energie- und Geldverschwendung.
  • Die Warmwassertemperatur sollte nicht höher als 60 Grad sein.
  • Rollläden und Vorhänge in der Nacht schließen, damit Wärme nicht über die Fenster verloren geht. Es lohnt sich, auch die Kästen der Rollläden zu isolieren.
  • Es ist darauf zu achten, dass sich in den Heizkörpern keine Luft ansammelt. Sonst kann das Heizwasser nicht den ganzen Heizkörper füllen, wodurch sich dessen Heizleistung verringert.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Heizkörper

    Umfrage: Nur jeder Fünfte schaltet die Heizung an

    Die Heizung bleibt trotz sinkender Temperaturen in vielen deutschen Haushalten aus – schließlich lässt sich besonders bei den Heizkosten jede Menge Energie und damit bares Geld sparen. Laut einer aktuellen Umfrage greifen die Deutschen mittlerweile lieber auf die Wolldecke zurück.

  • Geldnot

    Mieterbund erwartet Rückzahlungen bei den Nebenkosten

    Bei vielen Haushalten könnte in den nächsten Tagen die Betriebskosten-Abrechnung im Briefkasten liegen. Laut dem Mieterbund besteht aber in diesem Jahr für viele kein Grund zur Beunruhigung: Mieter könnten aufgrund der milden Temperaturen mit Rückzahlungen rechnen.

  • Strom sparen

    Checkliste erklärt die Anforderungen der Energieeinsparverordnung

    Die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. hat eine neue Broschüre aufgelegt. Die kostenlos bei der ASUE erhältliche Publikation nennt sich "EnEV-Checkliste für die Neubauplanung" und stellt die Ziele sowie die Methodik der neuen Energieeinsparverordnung vor.

  • Stromtarife

    Übergangsfristen für den Betrieb alter Heizungen laufen ab

    Da die Heizung in privaten Haushalten der größte Energiefresser ist, fordert der Gesetzgeber in der neuen Energieeinsparverordnung und in der Bundes-Immissionschutz-Verordnung die Einhaltung niedriger Energieverluste. Deshalb müssen in den nächsten drei Jahren mindestens 1,5 Millionen Heizungsanlagen ausgetauscht werden.

  • Stromtarife

    EnergieSparWoche in Baden-Württemberg geht bis 1. März

    Baden-Württemberg hat die dritte landesweite "EnergieSparWoche" gestartet. Hausbesitzer können sich nun allerorts über die Möglichkeiten energiesparender Sanierung informieren. Denn bei richtiger Dämmung kann der Energieverbrauch halbiert werden.

Top