In Feldversuch erprobt

dena weist Kritik der Wohnungswirtschaft an Energiepass zurück

In einer Stellungnahme weist Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena), die Kritik der Verbände GdW, BFW und Haus & Grund am bedarfsorientierten Energiepass zurück. Diese hatten in einem Praxistext Abweichungen in der Bewertung von Gebäuden festgestellt.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - "Die Spitzenverbände der Wohnungswirtschaft können den bedarfsorientierten Energiepass nicht erschüttern", so Kohler. Die Spitzenverbände haben einen Praxistext durchgeführt, bei dem mehrere bedarfsorientierte Energiepässe für jeweils ein Gebäude in Auftrag gegeben wurden. Diese weisen angeblich stark abweichende Bewertungen auf. "Die Ergebnisse, die die Verbände der Wohnungswirtschaft heute vorgestellt haben, halten wir nicht für belastbar. Im Praxistest wurden lediglich zwei Gebäude überprüft. Dies kann nicht als eine repräsentative Untersuchung des bedarfsbasierten Energiepasses angesehen werden", erklärte Kohler weiter.

Die dena hat nach eigenen Angaben im Auftrag der Bundesregierung einen bedarfsbasierten Energiepass entwickelt und in einem Feldversuch an über 4.100 Gebäuden erprobt. Die Ergebnisse werden von der Agentur als "sehr positiv" bewertet. Die aus dem Feldversuch resultierenden Erkenntnisse und Verbesserungsansätze wurden den verantwortlichen Ministerien zur Verfügung gestellt und fließen derzeit in die Ausgestaltung des gesetzlichen Energiepasses ein.

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