Altbausanierung

dena-Pilotprojekt: Klinikum Kemperhof saniert Schwesternwohnheim

Das Bremer Klinikum Kemperhof will im Rahmen des dena-Pilotprojektes "Niedrigenergiehaus im Bestand" das Schwestern- und Schülerinnenwohnheim energetisch sanieren. Der Energiebedarf des Hauses soll auf 40 Kilowattstunden pro Quadratmeter jährlich gesenkt werden, Wohnkomfort des Gebäudes wird aufgewertet.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Bremen/Berlin (red) - Mit einem umfangreichen Maßnahmenbündel will die Bremer Klinikum Kemperhof GmbH den Primärenergiebedarf des Bremer Schwestern- und Schülerinnenwohnheims auf 40 Kilowattstunden pro Quadratmeter jährlich reduzieren. Das Sanierungsvorhaben geht im Rahmen des bundesweiten Pilotprojektes "Niedrigenergiehaus im Bestand" der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) an den Start.

Durch den Einsatz innovativer Technologien und Baustoffe soll der Energiebedarf um etwa 85 Prozent sinken. Die Bewohner der 130 Wohnungen des Wohnheims würden von dem Projekt profitieren, denn "durch die Baumaßnahmen wird der Wohnkomfort, den das Gebäude bietet, deutlich aufgewertet", so Siegmar Störmer, Geschäftsführer des Klinikums.

"Im Idealfall ist es heute möglich, den Energiebedarf eines Altbaus auf das Niveau eines 4-Liter-Hauses zu drosseln", erläutert Ute Czylwik, zuständige Projektleiterin bei der dena in Berlin. "Das ist noch weniger als bei einem vergleichbaren, nach EnEV errichteten Neubau. Da würde der Energiebedarf bei knapp 80 bis 100 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr liegen, was etwa 8 bis 10 Liter Heizöl entspricht", so Czylwik weiter. Die dena will mit dem bundesweiten Pilotprojekt, das vom Bundesbauministerium unterstützt wird, vor allem Aufklärungsarbeit betreiben, denn in den nächsten Jahren stehe für viele Wohngebäude aus den 50er bis 70er Jahren eine umfassende Sanierung an.

Bei dem Wohnheim des Klinikums Kemperhof soll die Energiebilanz insbesondere durch die Einbindung von Solarthermie zur Unterstützung der Brauchwassererwärmung sowie von Photovoltaik zur Stromerzeugung verbessert werden. "In den kommenden Monaten werden alle Sanitärzellen erneuert und die Wasserver- und Schmutzwasserentsorgung an heutige Maßstäbe angepasst", erläutert Robert Maniel von der Kommunalbau Rheinland-Pfalz GmbH. Mit dem Abschluss der gesamten Arbeiten rechnen die Beteiligten Ende 2005.

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