Befragung

dena: Hausbesitzer wissen zu wenig über ihren Energiebedarf

Laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) geben 71 Prozent der Hausbesitzer an, die Schwachstellen ihres Gebäudes zu kennen, an denen Energie verloren geht. Doch wie dieser Energieverlust am effizientesten gebremst werden kann, darüber herrscht oft Unklarheit.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - Gleichzeitig sind sich Hausbesitzer nach dena-Angaben nicht ganz sicher über die tatsächliche Höhe der Energiekosten. Fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) weiß nur ungefähr, wie hoch ihre Kosten für Heizung, Strom und Warmwasser sind.

Einfach häufiger die Heizung runter regeln oder ganz ausstellen, damit wollen 84 Prozent der Befragten die Kosten senken. Und 72 Prozent setzen auf den Einsatz Strom sparender Elektrogeräte und Glühlampen. Nur etwas mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer (57 Prozent) glaubt, dass mit Fassadendämmung, Fensteraustausch oder Erneuerung der Heizungsanlage die Energiekosten gesenkt werden können. Die Antworten zeigen: Die Einsparmöglichkeiten durch energetische Sanierung werden unterschätzt. Heizung und Warmwasser machen 85 Prozent des Energieverbrauchs eines Privathaushalts aus. Davon kann ein erheblicher Teil eingespart werden. Zahlreiche Praxisbeispiele zeigen: In vielen Fällen sind 50 Prozent Energieeinsparung möglich, durch hoch innovative Sanierungen sogar bis zu 90 Prozent.

Der Energieausweis schafft darüber zukünftig Klarheit, wie energieeffizient das eigene Gebäude im Vergleich zu anderen ist. Individuelle Modernisierungstipps werden jedem Ausweis beigefügt und zeigen, wie am effektivsten Energie eingespart werden kann. Der Energieausweis ist damit ein wichtiges Hilfsmittel für Gebäudeeigentümer, die wissen wollen, ob in ihrem Haus noch Verbesserungsmöglichkeiten bestehen und was sie tun könnten, um ihr Gebäude zu modernisieren.

Die repräsentative Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut GEWIS im Auftrag der dena durchgeführt. Befragt wurden mehr als 1.000 Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer in ganz Deutschland.

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