Neues Abkommen gefordert

Dellmann will Tagebausanierung auch nach 2012 fortführen

Die Sanierung früherer Tagebaue in der Lausitz muss nach Ansicht von Brandenburgs Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (SPD) über das Jahr 2012 hinaus fortgeführt werden. Daher sei nach Auslaufen des derzeitigen vierten Braunkohleabkommens von ein weiteres Folgeabkommen notwendig.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Plessa (ddp-lbg/sm) - Der Brandenburger Teil der Lausitz erhalte in der Förderperiode 2008 bis 2012 rund 480 Millionen Euro, wobei das Land selbst etwa 180 Millionen Euro bereitstelle, sagte Dellmann am Mittwoch im südbrandenburgischen Plessa

Mit den Mitteln des Verwaltungsabkommens würden etwa 2000 Arbeitsplätze in der Region gesichert, heißt es weiter. Hauptziel sei die Entwicklung der Lausitz zu einer attraktiven Seen- und Kulturlandschaft. Bis 2015 entstünden in den früheren Tagebauen 21 größere Seen mit einer Gesamtwasserfläche von 13.000 Hektar. Das Land Brandenburg setze rund 50 Millionen Euro aus dem Verwaltungsabkommen für die Regionalentwicklung ein, wobei diese Gelder hauptsächlich für das Lausitzer Seenland bestimmt seien.

Im April 2007 hatte die Landesregierung Verhandlungen mit der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) zum späteren Erwerb der Tagebauseen aufgenommen. Die Gespräche sollen den Angaben zufolge noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

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