DEG investiert 13 Millionen Euro in privates Kraftwerk in Kenia

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com
Die DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH, Köln, stellt langfristige Darlehen in Höhe von insgesamt 13 Millionen Euro für den Bau und Betrieb des 74 Megawatt-Dieselkraftwerkes Kipevu II in Kenia zur Verfügung.


Kenia leidet unter einem akuten Strommangel. Das neue Kraftwerk in Mombasa, in der Nähe von Kenias größtem Seehafen, wird Privathaushalte, Wirtschaftsbetriebe und Hotels der Küstenregion mit Strom versorgen. Kipevu II ist das erste private mit Hilfe von Entwicklungsbanken finanzierte Kraftwerksprojekt in Kenia. Die DEG stellte dabei ein langfristiges Darlehen in Höhe von 11 Millionen Euro und ein subordiniertes Darlehen in Höhe von 2 Millionen Euro zur Verfügung. Neben der DEG beteiligt sich auch die International Finance Corporation (IFC) im Rahmen einer A/B-Darlehensstruktur an der Finanzierung.


Gebaut wird Kipevu II vom weltweit anerkannten finnischen Projektentwickler und Kraftwerksbauer Wärtsilä NSD. Er wird das 74 Megawatt-Kraftwerk schlüsselfertig nach etwa 13-monatiger Bauzeit an die Projektgesellschaft übergeben. Mitte 2001 soll das Kraftwerk dann ans Netz gehen. Betreiber des Kraftwerks ist ebenfalls eine Gesellschaft der Wärtsilä NSD. Der erzeugte Strom wird an die staatliche Stromverteilungsgesellschaft Kenya Power and Lightning Co. Ltd. auf Basis eines 20-jährigen Stromabnahmevertrages verkauft.


Zur Zeit werden etwa dreiviertel des kenianischen Stroms durch Wasserkraft erzeugt. Die Stromgenerierung durch Dieselkraft stellt daher eine sinnvolle Ergänzung dar: Die kenianische Stromkapazität wird erhöht, gleichzeitig verringert sich die wetterbedingte Abhängigkeit von der Wasserkraft. Produktionsunterbrechungen infolge von Stromausfällen, ein wesentliches Investitionshemmnis, können so reduziert werden.

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