Für 37.000 Euro

Darmstädter Grundschule bekommt "was aufs Dach"

Die HEAG NaturPur AG hat auf dem Dach der Christian-Morgenstern-Schule in Darmstadt ein weiteres Solarkraftwerk errichtet. Mit einer Leistung von 5,1 kW sowie einer Modulfläche von 34 Quadratmetern soll die Anlage pro Jahr 4000 Kilowattstunden Solarstrom erzeugen. Die Stadt Darmstadt deckt bereits 30 Prozent ihres Strombedarfs aus Öko-Quellen ab.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Die Schüler der Christian-Morgenstern-Schule in Darmstadt können künftig einen neuen Aspekt der Sonnenenergie "direkt vor Ort" erleben: Die HEAG NaturPur AG hat auf dem Dach der Schule ein Solarkraftwerk errichtet, das die zukunftsträchtige Technik der Stromerzeugung aus Sonnenlicht eindrucksvoll veranschaulicht. Die rund 250 Grundschüler haben die Anlage Ende vergangener Woche gemeinsam mit ihren Lehrern und Schulleiter Clemens Mirgel, Stadtrat Dr. Hans-Jürgen Braun, Schuldezernentin Daniela Wagner sowie NaturPur-Vorstand Josef Werum offiziell eingeweiht.

Die Stadt Darmstadt deckt bereits seit Mai 2000 rund dreißig Prozent ihres Strombedarfs - das sind knapp vier Millionen Kilowattstunden - mit dem ökologisch und regional erzeugten Strom der HEAG NaturPur AG ab; unter anderem werden 33 Schulen und 23 Kindergärten mit dem "grünen" Strom versorgt. Im Gegenzug errichtet der Darmstädter Ökostromanbieter Solarkraftwerke auf öffentlichen Liegenschaften und macht damit den zukunftsweisenden Strombezug der Stadt sichtbar.

Die NaturPur hat auf dem Dach der Christian-Morgenstern-Schule Solarmodule mit einer Leistung von 5,1 kW montieren lassen. Mit einer Modulfläche von rund 34 Quadratmetern liefern sie künftig jährlich circa 4000 kWh Solarstrom. Inklusive einer Anzeigetafel, die den Energieertrag und die jeweilige Leistung anzeigt, hat das High-Tech-Kraftwerk rund 37.000 Euro gekostet.

Rund 2500 Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids vermeidet die Stadt Darmstadt durch ihren ökologischen Strombezug pro Jahr. Weitere 30.000 Kilogramm des Klimakillers vermeiden die bisher in der Stadt realisierten regenerativen Kraftwerke jährlich. Betrachtet man die Einsparung klimaschädlicher Emissionen über die Lebensdauer der Anlagen von rund 20 Jahren, so beläuft sich die CO2-Bilanz auf stolze 600.000 Kilogramm. Neben der Stadt Darmstadt beziehen 16 weitere Kommunen sowie drei Landkreise Strom von NaturPur.

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