Geteilte Kosten

Daimler und Toyota planen Kooperation bei Brennstoffzellen

Der deutsche Autobauer Daimler will einem Bericht zufolge mit seinem japanischen Wettbewerber Toyota bei der Entwicklung alternativer Antriebe zusammenarbeiten. Geplant sei eine weitreichende Kooperation bei Brennstoffzellen. Die Entwicklungskosten für den Alternativantrieb könnten geteilt werden.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Hamburg (afp/red) - Das berichtete die "Financial Times Deutschland" von Dienstag. "Es gibt ein großes Interesse daran, die Entwicklungskosten zu teilen", zitierte die Zeitung aus Daimler-Kreisen. Denkbar ist demnach etwa ein Joint Venture der beiden Konzerne. Weder Daimler noch Toyota wollten sich auf Anfrage der "FTD" dazu äußern.

Brennstoffzellen werden meist mit Wasserstoff betrieben. Dieser reagiert mit Sauerstoff, wodurch Energie entsteht, aus der Strom gewonnen wird. Der kann dann wiederum einen Elektromotor antreiben. Erste Autos mit der Technik sind bereits zu kaufen, auch Daimler und Toyota haben entsprechende Modelle im Angebot. Wasserstoff-Brennstoffzellen gelten als vergleichsweise sauber, da bei der Reaktion nur Wasser entsteht. Allerdings ist die Gewinnung von Wasserstoff sehr energieintensiv und damit auch teuer. Zudem fehlt bislang auch ein ausreichendes Tankstellennetz für Wasserstoff.

Toyota und Daimler haben bereits einen anderen Anknüpfungspunkt für die Kooperation bei Elektroautos: Toyota verkündete am Freitag eine Kooperation mit dem US-Elektroauto-Pionier Tesla. An dem Unternehmen hält auch Daimler einen Anteil von fünf Prozent.

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