Elektroauto-Gipfel

Daimler fordert Anschubfinanzierung für Elektroautos

Neben anderen deutschen Autoherstellern hat auch Daimler die Branche zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung bei der Entwicklung von Elektrofahrzeugen aufgefordert. So ganz ohne staatliche Gelder soll es dann aber doch nicht gehen - schließlich entstünden mit den Elektroautos viele neue Arbeitsplätze.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (afp/red) - Deutschlands Autokonzerne müssten trotz allen Wettbewerbs untereinander im Kampf um die Einzigartigkeit ihrer Automarken "zu einem gemeinsamen Vorgehen kommen", sagte Daimler-Forschungs- und Entwicklungschef Thomas Weber dem "Handelsblatt" (Freitagsausgabe) mit Blick auf den Elektroauto-Gipfel bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 3. Mai. Die Branche brauche einen einheitlichen Rahmen bei der Forschung und später auch eine Anschubfinanzierung, um mit Elektroautos "schnell genug in den Markt zu kommen".

Ein wichtiges Thema bei dem Elektroauto-Gipfel werde die Herstellung von Batterien für die Fahrzeuge sein, sagte Weber. "Es hängt stark vom 3. Mai ab, ob wir gegen die großen internationalen Batteriehersteller eine Chance haben." Daimler stellt selbst Akkus für Elektro- und Hybridautos her. Bei dem Gipfel will der Stuttgarter Konzern offenbar für seine eigene Batterieproduktion eine Förderung einfordern. "Ohne uns würde am 3. Mai die Fragestellung lediglich lauten, welchen ausländischen Partner Deutschland für die Zell- und Batterieproduktion subventioniert", sagte Weber. Sollten in Deutschland künftig deswegen neue Jobs in der Batterieherstellung entstehen, "dann wird das bei uns sein."

Kanzlerin Merkel hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, die deutsche Autoindustrie in Sachen Elektromobilität auf einen gemeinsamen Weg bringen zu wollen. Auch BMW-Chef Norbert Reithofer und Opel-Entwicklungschefin Rita Forst hatten einen gemeinsamen Fahrplan für die deutsche Autoindustrie gefordert.

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