Gespart und nichts bezahlt

Contracting- und Solar-Projekt: Sonniges Studentenwohnheim in Steinfurt

350 Tonnen Kohlendioxid wird das Studentenwerk Münster vermutlich einsparen, weil das Studentenwohnheim in Steinfurt mit einer neuen Wärmeversorgungs- und einer Solaranlage ausgerüstet wurde. Gekostet hat das die Studenten nichts, dann das Projekt ist ein Beispiel für die "Contracting-Finanzierung", die noch vom Bundesland NRW gefördert wird.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Das Studentenwerk Münster senkt mit einer neuen Wärmeversorgungs- und einer Solaranlage auf dem Dach des Studentenwohnheims in Steinfurt sowohl Kosten als auch Kohlendioxidemissionen. Und das Beste: Für die sanierte Wärmeversorgung musste das Studentenwerk keinen Cent eigenes Kapital investieren. Die Investition übernimmt das Unternehmen Imtech Contracting aus Mettingen, das die Anlage betreibt.

Vier Sonnenkollektorfelder mit einer Gesamtfläche von 100 Quadratmetern sollen künftig zur Warmwasserversorgung der 214 Studentenappartments beitragen. Kombiniert wurde die Anlage mit Niedertemperaturtechnik für die Heizung. "Die energetische Bilanz der Gebäudeheizung zeigt, dass der Umweltschutz beim Studentenwerk Münster einen extrem hohen Stellenwert hat", erläutert Achim Wiese, kaufmännischer Leiter und stellvertretender Geschäftsführer des Studentenwerkes Münster. Die Anlage im Studentenwohnheim wurde ermöglicht über eine so genannte Contracting-Finanzierung. Ein so genannter Contractor, in diesem Fall die Firma Imtech aus Münster, übernimmt Finanzierung und Einbau einer neuen Anlage sowie die Versorgung mit Wärme. Der Vertrag läuft über 20 Jahre. Das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf 175 000 Euro, davon stammen 20 000 Euro aus Fördermitteln des Ministeriums für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport NRW.

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