Nach Winterrückgang

Conergy will Produktion weiter hochfahren

Die Conergy Solarmodule GmbH und Co. KG in Frankfurt (Oder) will ihre Produktion in den kommenden Wochen weiter hochfahren. Nach einem winterbedingten Rückgang der Nachfrage würden sich die Absatzzahlen wieder positiver entwickeln, sagte Geschäftsführer Mathias Kamolz. Derzeit liege die Auslastung bei 20 bis 25 Prozent.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt/Oder - (ddp-lbg/red) - Aktuell ist nach Angaben einer Unternehmenssprecherin eine Linie zur Modulfertigung in Betrieb. Im März sei die Nachfrage wieder gestiegen. Daher sollen in den kommenden Wochen zwei weitere Linien hochgefahren werden. Insgesamt gibt es fünf Produktionslinien. Die volle Produktionskapazität der Fabrik von 250 Megawatt werde in diesem Jahr aber voraussichtlich noch nicht erreicht. Bei Vollproduktion könnten bis zu 3000 Module am Tag gefertigt werden.

Einziger Kunde sei die Hamburger Conergy AG, die die Solarmodule vertreibt. Das Frankfurter Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft. Am Mittwoch wurde auf dem Dach des Fabrikgebäudes eine Photovoltaik-Anlage aus 1800 Solarmodulen vorgestellt. Mit der hier produzierten Sonnenenergie können nach Unternehmensangaben vier bis fünf Prozent des Energieverbrauchs der Fabrik gedeckt werden. Geplant sei, noch dieses Jahr weitere 800 Module zu installieren.

Die Conergy AG hatte die ehemalige Frankfurter Chipfabrikhalle seit November 2006 in eine Produktionsstätte für klassische Silizium-Solarzellen und -module umgebaut. Seither investierte das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 250 Millionen Euro. Insgesamt sind in der Frankfurter Fabrik derzeit rund 450 Menschen beschäftigt, darunter auch Zeitarbeiter.

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