Von wegen Krise

Conergy will Produktion in Frankfurter Solarfabrik verdoppeln

Die Hamburger Conergy AG fährt die Produktion in ihrer Solarfabrik in Frankfurt (Oder) deutlich hoch. Kürzlich wurden zwei zusätzliche Solarzell- und zwei Solarmodul-Linien gestartet. Damit soll die Kapazität der Fabrik angesichts einer steigenden Nachfrage nach Modulen laut Unternehmensangaben "mindestens verdoppelt" werden.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt a.d. Oder (ddp.djn/red) - In der Frankfurter Fabrik sind jetzt drei von vier Zell-Linien und drei von fünf Modul-Linien in Betrieb. Damit werde die Produktionskapazität auf 150 Megawatt hochgefahren, sagte der Frankfurter Conergy-Werkleiter Mathias Kamolz. Im kommenden Jahr solle die vierte Modullinie in Betrieb gehen. Wann die volle geplante Kapazität von 250 Megawatt erreicht wird, hänge von der Nachfrage ab. Nach seinen Angaben steige die Produktion sowohl von Solarzellen als auch Modulen nach einem Rückgang im Winter und Frühjahr wieder deutlich an.

"Der Markt fängt wieder an anzuziehen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Conergy AG, Dieter Ammer. Die Krise sei aber noch nicht überwunden. Auf den jetzt freigeschalteten Linien sollen nach Unternehmensangaben rund 19.000 Solarmodule für zwei spanische Solarparks produziert werden. Weitere Projekte seien in Planung. Hauptmärkte für Photovoltaik-Module seien Deutschland, Italien, Frankreich und Spanien. Zudem hoffe die Branche auf die USA.

Conergy hatte die leerstehende Frankfurter Chipfabrik seit November 2006 in eine Produktionsstätte für klassische Silizium-Solarzellen und -module umgebaut und im Mai 2007 den Probebetrieb aufgenommen. Das Unternehmen investierte nach eigenen Angaben rund 250 Millionen Euro.

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