Nach Neuausrichtung

Conergy macht im ersten Halbjahr mehr Verluste

Das finanziell angeschlagene Hamburger Solarunternehmen Conergy hat im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres seine Verluste ausgeweitet. Der Fehlbetrag nach Steuern sei von 32 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 59 Millionen gestiegen, wie das im TecDAX notierte Unternehmen heute mitteilte.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Hamburg (ddp.djn/sm) - Vor allem höhere Zinsaufwendungen sowie ein geringerer Beitrag aus latenten Steuern hätten zu den gestiegenen Verlusten geführt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verbesserte sich von minus 48 Millionen Euro auf minus 33 Millionen Euro.

Nach Conergy-Angaben legte das Unternehmen vor allem beim Umsatz zu. Die Erlöse stiegen von Januar bis Juni um 87 Prozent auf 582 Millionen Euro. "Wir haben bei unserer Neuausrichtung gute Fortschritte gemacht und - was ich für ebenso wichtig halte - beachtliche Markterfolge erzielt", sagte Dieter Ammer, der seit 1. August ordentlicher Conergy-Vorstandsvorsitzender ist. Nach neun Monaten Restrukturierung stehe das Unternehmen wesentlich "straffer und dynamischer" da. Mit der bevorstehenden Kapitalerhöhung wolle Conergy die hohe Zinsbelastung deutlich reduzieren und Mittel für weiteres Wachstum im kommenden Jahr sowie in 2010 generieren.

Die Aktionäre des Unternehmens sollen früheren Medienberichten zufolge am 28. August auf der Hauptversammlung über die geplante Kapitalerhöhung in Höhe von 450 Millionen Euro abstimmen. Erst im November vergangenen Jahres wurde bekannt, dass sich das Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten befindet. 2007 hatte der Verlust nach Steuern aufgrund von Sanierungskosten und Abschreibungen bei 248 Millionen Euro gelegen.

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