Stromverbrauch

Computer & Co.: Standby kostet rund 60 Euro im Jahr

Geräte verbrauchen auch im Standby-Betrieb Strom – das ist den meisten Verbrauchern bekannt. Tatsächlich verliert aber ein Durchschnittshaushalt rund 60 Euro im Jahr durch eigentlich inaktive Unterhaltungsmedien, so das Ergebnis einer aktuellen Studie.

Stromrechnung© Sergej Toporkov / Fotolia.com

Berlin (red) – Mehr als 60 Euro jährlich spart ein Durchschnittshaushalt allein dadurch, dass Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik regelmäßig vom Strom getrennt wird. Das hat eine Untersuchung des Vergleichsportals TopTarif ergeben. Bei Handy-Ladegeräten, die nicht mit einem Gerät verbunden sind, konnte entgegen landläufiger Meinung kein Stromverbrauch gemessen werden.

Vor allem ältere Geräte fressen im Standby-Betrieb Strom

Privathaushalte mit typischer Geräte-Ausstattung verbrauchen mehr als 60 Euro im Jahr für Computer, Fernseher und Co. Allerdings hängt der Verbrauch stark vom Alter der Geräte ab. Neue Technik hat im Standby oft eine Leistung von unter 0,5 Watt – ein alter Röhren-TV hingegen mehr als das Zehnfache: "Die meisten elektronischen Geräte sind heute sehr stromsparend. Allerdings summieren sich die Kosten, denn die Anzahl der Geräte hat in den letzten Jahren immer mehr zugenommen. Wer zudem noch Alt-Geräte besitzt und auch Küchengeräte dazu rechnet, kommt für den gesamten Haushalt schnell auf Kosten von über 100 Euro pro Jahr", erklärt Klaus Hufnagel, Geschäftsführer des Vergleichsportals TopTarif.

Gesparte Menge Strom könnte 5 Millionen Haushalte versorgen

Verbraucher sollten daher in jedem Fall auf Mehrfachsteckdosen mit Schalter umrüsten. Dank Smart Home lassen sich solche Steckdosen heute auch schon vom Smartphone oder Computer aus steuern. Würden die Deutschen ein Jahr lang regelmäßig den Stecker ziehen, entspräche das der Leistung von 1,5 Atomkraftwerken oder der Stromversorgung von fünf Millionen Haushalten.

LED-Lampen rechnen sich

Ein großer Kostenfresser ist die Beleuchtung: Gerade in Räumen, in denen täglich das Licht brennt, lohnen sich LEDs, denn die sind heute kaum mehr teurer als Energiesparlampen und rechnen sich meist schon nach ein bis zwei Jahren: Eine alte 60 Watt Glühlampe verursacht bei einer Brenndauer von zwei Stunden am Tag Stromkosten von etwa 13 Euro im Jahr. Die LED benötigt für die gleiche Helligkeit nur etwa neun Watt bei Stromkosten von 2,20 Euro im Jahr. Der Anschaffungspreis von acht Euro hätte sich bereits im ersten Jahr gerechnet. Jedes weitere Jahr spart bei einer Lampe etwa zehn Euro Strom. Im Verhältnis zur Energiesparlampe ist die Ersparnis pro Jahr zwar geringer, aber auch hier lohnt sich eine Anschaffung schon im ersten Jahr – zumal LEDs wesentlich umweltfreundlicher sind, weil sie kein Quecksilber enthalten und eine deutlich höhere Lebensdauer haben.

Vor dem Urlaub sollten Verbraucher verstärkt darauf achten, wirklich alle Stecker zu ziehen. Dazu gehören auch versteckte Kostenfresser, wie etwa der Elektroboiler. Wer einen längeren Urlaub plant, kann auch den Kühlschrank und die Gefriertruhe ausstellen. Allerdings sollten die Türen offen bleiben, um Schimmelbildung zu vermeiden.

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