Verschoben

CO2-Sanierungsprogramm erstmal verschoben

CDU und SPD haben das Thema "CO2-Gebäudesanierungsprogramm" gestern erneut von der Tagesordnung des Haushaltsausschusses gestrichen. Eigentlich sollte energetische Sanierung von Altbauten ab 1. Februar verstärkt gefördert werden, insgesamt laut Koalitionsvertrag mit 1,4 Milliarden Euro.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - "Das Wachstums-Strohfeuer, das die Bundesregierung schon zum 1. Februar mit möglichst hoher Flamme brennen lassen wollte, kommt bis auf Weiteres nicht in Gang", kommentierte die zuständige FDP-Berichterstatterin Claudia Winterstein. Und auch die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) sieht die energetische Modernisierung des Altbaubestandes vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) blockiert. Seit Januar verschicke erlaube das BAFA Informationen der DGS zufolge Energieberatern nur noch Beratungsberichte anzufertigen. Die Maßnahmen für die Gebäudesanierungs-Investitionen dürften den Kunden jedoch nicht mehr mitgeteilt werden.

"Durch diese Bescheide blockiert das BAFA Privatinvestitionen für umfassende energetische Gebäudesanierungen, die mit der Energiesparberatung angeschoben werden", bemängelt die DGS und fordert Wirtschaftsminister Michael Glos auf, einzuschreiten, damit das CO2-Gebäudesanierungprogramm ein Investitionsmotor wird und der versprochene Arbeitsmarkteffekt eintritt.

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