Zwischenbericht

CO2-Gebäudesanierungsprogramm erfolgreicher als erwartet

Bei der Vorstellung des Zwischenberichtes zum CO2-Gebäudesanierungsprogramm zeigte sich Bundsverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sehr zufrieden. Er betonte, dass mit dem Förderprogramm der Beitrag des Gebäudesektors zum Klimaschutz steige und kündigte weitere Förderanreize an.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - Tiefensee berichtete am Mittwoch in Berlin, das Programm habe seit dem Start im Februar 2006 inzwischen einen Umfang an vergünstigten Krediten von 9,4 Milliarden Euro. Ab Januar 2007 werde insgesamt vereinfacht und an aktuelle technische Entwicklungen sowie gestiegene Energiepreise angepasst.

 

Neben einer verbesserten Darlehensförderung gibt es dann zusätzlich eine Zuschussvariante für Energiesanierung. Wer kein Darlehen benötigt, kann ab Januar 2007 einen Investitionszuschuss für Sanierungsmaßnahmen erhalten. Antragsberechtigt sind Eigentümer von selbstgenutzten oder vermieteten Ein- und Zweifamilienhäusern sowie von Eigentumswohnungen.

 

Der Minister betonte, dass für alle Fördermaßnahmen gelte: Höhere Energieeinsparungen werden jeweils höher gefördert. Dies kann durch höhere Zinsverbilligungen, zum Teil verbunden mit Tilgungszuschüssen oder durch höhere Zuschüsse in den Programmen für Wohngebäude erfolgen. Beispielsweise wird ab 2007 die Sanierung auf ein Energieeinsparungsniveau von 30 Prozent unter den Neubau-Anforderungen zusätzlich gefördert. 

 

Ein weiterer Programmbaustein sieht vor, zusätzlich verbilligte Kredite in einem Volumen von 200 Millionen Euro für die Kommunen zur Verfügung zu stellen. Dieses Geld soll von 2007 bis 2009 bereit stehen und vor allem für die Sanierung von Schulen, Schulturnhallen und Kindergärten verwendet werden.

 

Die Gebäudesanierung trägt zum Klima- und Umweltschutz bei, so Tiefensee. Mehr als ein Drittel aller Energie in Deutschland werde für das Heizen von Wohnungen und für die Warmwasseraufbereitung genutzt. Durch die Sanierung der Fassaden, Hausdächer, Heizungen und Fenster könnten Mieter und Hausbesitzer bis zu 25 Prozent Energie sparen.

 

Mit dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm werden nach den Worten Tiefensees die energetische Gebäudesanierung intensiviert und nachhaltige Impulse für die Baukonjunktur gesetzt. Es ist Bestandteil des "Programms zur Stärkung von Innovation, Investition, Wachstum und Beschäftigung" in Höhe von 25 Milliarden Euro.

Weiterführende Links
  • Weitere Informationen zum Gebäudesanierungsprogramm [hier klicken]
Das könnte Sie auch interessieren
  • Energietarife

    Heizkosten-Vergleich: Wie hoch ist der Verbrauch bei anderen?

    Wie hoch die Heizkosten sind, hängt davon ab, wie teuer Öl, Gas etc. sind. Ganz wesentlich ist aber auch, wie hoch der Verbrauch ist. Mit dem neuen Heizspiegel kann der eigene Verbrauch mit dem anderer Haushalte verglichen werden.

  • Reihenhaus

    Verband: Mieten steigen im unteren Preissegment

    Die Mieten steigen laut Eigentümerverband Haus und Grund nur im unteren Preissegment. Im Rückblick auf die letzten sechs Monate sind die Preise dem Verband zufolge nicht mehr angehoben worden. Der Deutsche Mieterbund hat daran seine Zweifel.

  • Hochspannungsleitung

    KfW: CO2-Gebäudesanierungsprogramm erweitert

    Ab 1. Januar 2007 starten im Kohlendioxid (CO2)-Gebäudesanierungsprogramm der Förderinitiative Wohnen, Umwelt, Wachstum zusätzliche Förderanreize zur Energieeinsparung im Wohngebäudebestand. Die KfW Förderbank erläutert die Neuregelungen und Erweiterungen bei den Förderungen.

  • Stromtarife

    Expertenanhörung zum Energiesparen: Zu wenig genutzt

    Energiesparen ist trotz steigender Kosten für Strom und Heizung für viele Privathaushalte, Unternehmen und Kommunen immer noch kein Thema. Zu dieser Einschätzung kamen Fachleute bei einer Anhörung zu den Folgen steigender Energiepreise im Düsseldorfer Landtag.

  • Energieversorung

    Studie: Noch nie war Energiesparen so lohnend

    Motiv Nummer eins für Modernisierungsvorhaben an Wohnung oder Haus sind für Eigentümer und Mieter laut einer Studie der Kampagne "Klima sucht Schutz" die steigenden Energiepreise. An der Befragung nahmen 770 Nutzer teil, die zuvor mit einem interaktiven Energiespar-Ratgeber ihre Heizkosten überprüft hatten.

Top