Guter Willen

Clement fordert von Stromkonzernen Preisstopp bis Jahresende

Zurückhaltung bei allen Beteiligten hat Wirtschaftsminister Wolfgang Clement in einem Interview mit der Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit" gefordert, das jetzt vorab veröffentlicht wurde. Wenn alle guten Willens seien, könnte die Regulierungsbehörde ihre Arbeit zum 1. Januar nächsten Jahres aufnehmen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp/sm) - Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) hat die Energiewirtschaft erneut aufgefordert, bis zum Jahreswechsel auf eine Erhöhung der Strompreise zu verzichten. Er halte es "für vernünftig, dass sich alle Beteiligten Zurückhaltung auferlegen", bis das neue Energiewirtschaftsgesetz in Kraft sei und der Regulierer seine Arbeit für mehr Wettbewerb in den Strom- und Gasnetzen aufnehmen könne, sagte Clement in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Interview der Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit". Das könnte, wenn alle guten Willens seien, ab 1. Januar der Fall sein.

Einen entsprechenden Vorschlag hatte der Energiekonzern E.ON gemacht. RWE und Vattenfall erklärten dagegen, an den geplanten Preiserhöhungen festhalten zu wollen.

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