Heute im Bundestag

Clement fordert Versorger zur Rücknahme von Preiserhöhungen auf

In der heutigen Haushaltsdebatte im Bundestag hat Wirtschaftsminister Clement die Energiekonzerne aufgefordert, auf die geplanten Preiserhöhungen zu verzichten, weil sie nicht angemessen seien. Gleichzeitig sprach er sich gegen eine vorgelagerte Regulierung aus, weil diese "ziemlich anspruchsvoll" sei.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) hat die Energiekonzerne aufgerufen, auf die angekündigten Preiserhöhungen zu verzichten. Er appelliere an die Unternehmen, ihre gesamtwirtschaftliche Verantwortung wahrzunehmen und die Erhöhungen nicht umzusetzen, sagte Clement am Donnerstag in der Haushaltsdebatte im Bundestag. Die geplanten Erhöhungen seien "auf den ersten Blick alles andere als überzeugend". "Sie nicht nicht angemessen", sagte der Minister.

Zugleich sprach sich Clement gegen eine vorgelagerte Preisregulierung aus. Sinnvoller sei das Konzept der nachträglichen Kontrolle durch die geplante Regulierungsbehörde. Eine vorgelagerte Preisregulierung halte er vorsichtig ausgedrückt "für ziemlich anspruchsvoll". Der Minister verwies in diesem Zusammenahng darauf, dass es in Deutschland 1700 Stromanbieter gebe.

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