Windkraft

China plant massiven Ausbau erneuerbarer Energien

China will die erneuerbaren Energien massiv ausbauen. In den kommenden Jahren sollten umgerechnet mehr als 300 Milliarden Euro investiert werden, vor allem in den Ausbau der Windkraft, wie die chinesische Staatspresse am Montag berichtete.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Peking (afp/red) - Künftig sollten rund 100 Gigawatt Strom aus Windkraft gewonnen werden. Das wäre eine Verdreifachung des bisherigen Ausbauziels von 30 Gigawatt bis zum Jahr 2020. Derzeit produziert China etwa zwölf Gigawatt Windstrom. Damit liegt das Land weltweit auf dem vierten Platz, nach den USA, Deutschland und Spanien.

China ist aber einer der größten Klimasünder weltweit, da rund 70 Prozent des Stroms aus Kohlekraftwerken stammt. Die Windparks des Landes stehen im Norden und Nordwesten. Künftig sollen aber auch im Süden und Osten Windräder stehen. In diesen Regionen befinden sich die Zentren des chinesischen Wirtschaftsbooms.

Das neue Milliardenprogramm für erneuerbare Energien wäre von seiner Größe vergleichbar mit dem Konjunkturprogramm, das die Regierung aufgelegt hat, um der heimischen Wirtschaft aus der Krise zu helfen. Dabei sollen in diesem und im nächten Jahr mehr als 400 Milliarden Euro ausgegeben werden.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Netzausbau

    Energiesektor: Mehr Geld für Atomkraft - Stillstand bei Ökostrom

    Im Energiesektor wurde global betrachtet 2015 wieder deutlich mehr in Atomkraft investiert. Auch für alte Kohlemeiler wurde viel Geld ausgegeben. Bei Öl und Gas war ein Rückgang zu beobachten, während bei den Erneuerbaren der Geldfluss unverändert blieb.

  • Ende-Mit-Kernenergie

    Energiewende fordert ihren Tribut: RWE und Eon kämpfen

    Die Energiewende ist fünf Jahre nach der Atomkatastrophe voll im Gange. Auf der einen Seite sind erneuerbare Energien auf dem Vormarsch und bringen neue Jobs. Auf der anderen Seite ist mit fossilen Kraftwerken kaum noch Geld zu machen – die großen Energiekonzerne leiden.

  • Stromnetz Ausbau

    CCS-Gesetz: Überflüssig oder unverzichtbar?

    Nächste Woche will das Kabinett über den Entwurf eines Gesetzes zur Abscheidung und sicheren Speicherung von Kohlendioxid (CCS) entscheiden. Während die Umweltverbände Sturm laufen und die hergebrachten Strukturen gesichert sehen, halten es die energienahen Verbände BDI, VKU und DEBRIV für unverzichtbar.

  • Energieversorung

    Energiepolitik bleibt Streitthema in Hessen

    Die SPD hat die Energiepolitik der schwarz-gelben Landesregierung in Wiesbaden am Donnerstag scharf kritisiert. Vor allem beim Thema erneuerbare Energien müsse dringend nachgebessert werden. Die Energiepolitik war auch im Wahlkampf eines der beherrschenden Themen.

  • Hochspannungsleitung

    China und Indien wollen Atomkraft deutlich ausbauen (Upd.)

    China und Indien setzen künftig verstärkt auf Atomenergie. Der indische Staatskonzern NPCIL unterzeichnete am Mittwoch in Neu Delhi eine Absichtserklärung zum Kauf von bis zu sechs Europäischen Druckwasserreaktoren (EPR) vom französischen Atomkonzern Areva. China will seinen Atomstrom-Anteil von derzeit einem auf fünf Prozent im Jahr 2020 steigern.

Top