Standpunkt

Chemiebranche mahnt effiziente Netzbetreiber an

Der Verband der Chemischen Industrie unterstützt den Bundesrat bei seinen Initiativen zur Veränderung des vorliegenden EnWG-Entwurfs. Die deutschen Chemieunternehmen müssten sich im internationalen Wettbewerb behaupten und bräuchten dazu wettbewerbsfähige Strom- und Gaspreise.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt/Main (red) - Die chemische Industrie hält die Änderungsanträge der Bundesländer zum Energie-Wirtschaftsgesetz für einen wichtigen Beitrag zu mehr Wettbewerb auf dem deutschen Strom- und Gasmarkt. "Die deutschen Chemieunternehmen müssen sich im internationalen Wettbewerb behaupten. Dazu benötigt die energieintensive Branche Strom- und Gaspreise, die international wettbewerbsfähig sind", erklärte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) in einer Stellungnahme zu den bevorstehenden Beratungen im Bundesrat

Die Initiative der Bundesländer könne darauf hinwirken, dass die Netzbetreiber ihre Netze im nationalen und europäischen Vergleich effizient und zu vertretbaren Kosten unterhalten. Damit könnte das Energiewirtschaftsgesetz zu angemessenen Netzentgelten und in der Folge zu mehr Wettbewerb und letztlich zu niedrigeren Strom- und Gaspreisen führen.

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