Preissteigerungen

CDU will Ausnüchterungszellen-Gebühr in NRW

Beinahe jeder hat schon einmal eine schlechte Erfahrung mit dem Alkoholkonsum gemacht.

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Beinahe jeder hat schon einmal eine schlechte Erfahrung mit dem Alkoholkonsum gemacht. In einer Ausnüchterungszelle landen deshalb aber glücklicherweise nur die wenigsten. Ein jeder solcher Aufenthalt kostet den Steuerzahler eine ordentliche Summe. In einigen Bundesländern wird deshalb den Betrunkenen eine Gebühr abverlangt. Und so wird es wahrscheinlich bald auch in Nordrhein-Westfalen sein.

Ausnüchterungszellen-Gebühr liegt bei unter 100 Euro

Im vergangenen Jahr fielen in NRW für den Gewahrsam alkoholisierter Personen rund zwei Millionen Euro an, so ein Bericht der RP-Online. Dass diese Summe allein zu Lasten der Steuerzahler geht, will die Landtags-CDU künftig vermeiden und deshalb eine Gebühr für die Ausnüchterungszelle einführen. In Baden-Württemberg und Hessen existiert eine solche Gebühr bereits. Dort koste der Aufenthalt den Betroffenen unter 100 Euro, so der Chef der deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt. In diesen Bundesländern habe sich bereits gezeigt, dass die Gebühr eine "abschreckende Wirkung" hat.

Frühstück kostet extra

Wie teuer der Aufenthalt in der Ausnüchterungszelle letztendlich wird, hängt auch von dem Verhalten und eventuellen "Extras" ab. Wer in Baden-Württemberg etwa von der Polizei auf die Wache gebracht werden muss, zahlt für den Transport 26 Euro pro angefangener halber Stunde und pro Polizist. Für den Tag in der Zelle werden 45 Euro fällig und für den Fall, dass die Räumlichkeiten gereinigt werden müssen, erhöht sich die Rechnung je nach Verschmutzungsgrad um 35 bis 750 Euro. Die einzige kostenpflichtige Leistung, die freiwillig in Anspruch genommen werden kann, ist in Hessen ein Frühstück am Morgen, welches die Betroffenen erfragen können.

Auf die Einwohner Nordrhein-Westfalens kommen aber möglicherweise auch noch weitere Strafgebühren zu. Wird sich auch hier an Baden-Württemberg orientiert, sind auch das wiederholte Einschreiten bei Ruhestörungen oder die Suche nach vermissten Tieren bald nicht mehr umsonst.

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