"Endliche" Nutzung

CDU-Umweltminister gegen generelle Verlängerung von AKW-Laufzeiten

Der saarländische Umweltminister Stefan Mörsdorf (CDU) hat sich gegen eine generelle Verlängerung von Laufzeiten für Atomkraftwerke ausgesprochen. Solange die Endlagerproblematik nicht geklärt sei, vertrete er hier eine Meinung "abweichend zur CDU", sagte der Minister in Saarbrücken.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Saarbrücken (ddp-rps/sm) - Auch die Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU) habe "erfreulich deutlich" erklärt, es gehe nicht um den Bau neuer Atomkraftwerke, betonte Mörsdorf. Daher werde die Nutzung der Kernenergie in Deutschland "ohnehin eine endliche sein".

Mörsdorf forderte eine differenzierte Betrachtung der einzelnen AKWs. Deutschland habe zwar die weltweit besten Atomkraftwerke. Dies gelte aber nicht für ältere Atomkraftwerke wie Biblis A und Biblis B, sagte der CDU-Politiker. Diese beiden Meiler sollten deshalb wie geplant in den nächsten Jahren vom Netz gehen. Die übrigen Kernkraftwerke sollten nach ihrem jeweiligen Stand der Technik überprüft werden.

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