Atomklo der Republik

CDU-Plan für "Endlager Gorleben" ruft Kritiker auf den Plan

Der Plan eines "Atom-Endlagers Gorleben" von Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) stößt auf Kritik bei SPD und Grünen. Wulff hatte während einer Japan-Reise die Vorzüge des unterirdischen Salzstockes gepriesen, wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" berichtete.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Hannover/Berlin (ddp-nrd/sm) - Im Falle eines Regierungswechsels in Berlin wolle die CDU demnach Gorleben zum Endlager für radioaktive Abfälle machen. Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) warf Wulff "Verhöhnung der Menschen in Niedersachsen" vor. SPD-Generalsekretär Klaus Uwe Benneter bezeichnete das Vorgehen Wulffs als nassforsch und den Plan als unverantwortlich.

Wulff wolle mit aller Macht Gorleben zum "Atomklo der Republik" machen, sagte Trittin am Sonntag. Gleichzeitig solle die Atommüll-Menge durch eine Verlängerung der Laufzeiten drastisch erhöht werden, kritisierte der Minister. Die Bundestagswahl werde auch darüber entscheiden, ob in Gorleben ohne atomrechtliche Genehmigung Fakten geschaffen werden oder ob es beim Baustopp bleibe.

Benneter warf der CDU vor, zur Energiepolitik der 70er Jahre zurückzukehren. Das sei nicht nur aus Sicherheitsgründen unverantwortlich, sondern auch ökonomischer Unsinn. Es gebe große Fortschritte bei der sinnvollen Nutzung erneuerbarer Energien. Ob der Salzstock in Gorleben dagegen die notwendige Sicherheit für ein Atomendlager biete, sei völlig unklar, mahnte Benneter.

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